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Mittwoch, 26.06.2019

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Jubiläumsjahr bringt Geschichtsverein auf Touren

24 Veranstaltungen im Rahmen der Feierlichkeiten 2018 - 06.02.2018 06:00 Uhr

„VorOrt“ heißt eine neue Reihe von Rundgängen, die der Geschichtsverein heuer in sein Programm aufgenommen hat. Sie beleuchtet Vororte wie Burgfarrnbach, Stadeln oder, wie im Bild zu sehen, Poppenreuth. © Archivfoto: Horst Linke


"Ein Jubiläum", sagt Rolf Kimberger, "freut uns immer." Dann beobachten der zweite Vorstand des Fürther Geschichtsvereins und seine Mitstreiter traditionell ein größeres Interesse der Bürger für die Historie ihrer Stadt. Und auch der Verein bekommt ein wenig mehr Unterstützung. Etwa dadurch, dass alle 24 Veranstaltungen diesmal auch im offiziellen Programm des Rathauses zu finden sind. Oder eine Rede der Historikerin und ehemaligen Stadtheimatpflegerin Barbara Ohm den Auftakt des Jubiläumsreigens markiert. Am 22. Februar spricht sie über das bedeutsame Jahr 1818, in dem Fürth der Aufstieg von einer "Stadt zweiter Klasse" zu einer "Stadt erster Klasse" gelang und welche Folgen das hatte. Der Vortrag ist um 19.30 Uhr im kleinen Saal der Stadthalle zu hören.

Die Kunsthistorikerin und erste Vorsitzende des Vereins, Verena Friedrich, widmet sich am 29. April um 10.30 Uhr dem Klassizismus in Fürth. Um 200 Jahre Schule und Bildung geht es am 13. September um 19.30 Uhr. Es spricht Schulreferent Markus Braun.

Blick in Fürths Unterwelt

Der ehemalige Fürther Pfarrer Christian Schümann beleuchtet die sozialen Verhältnisse in der Stadt (27. September, 19.30 Uhr). "Fürths Unterwelt" steht im Fokus von Bernhard Häck vom Landesamt für Denkmalschutz (11. Oktober, 19.30 Uhr). Barbara Ohm spricht am 22. November ebenfalls um 19.30 Uhr über die demokratischen Bestrebungen im Fürth des 19. Jahrhunderts.

Der Stadtentwicklung widmen sich zwei weitere Veranstaltungen. Mit "Industrie — Wachstum — Architektur" befasst sich erneut Barbara Ohm am 15. März um 19 Uhr. Am 8. April spricht um 14 Uhr Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz über die "Industrialisierung in Fürth am Beispiel der Südstadt". Alle Vorträge finden im Stadtmuseum in der Ottostraße 2 statt und kosten fünf Euro Eintritt. Für Mitglieder des Vereins sind sie umsonst.

Drei Vormittage hat Stadtarchivar Martin Schramm reserviert, um Interessierten anhand von Quellen darzustellen, wie sich Fürth von der "gewerbefleißigen Kleinstadt zur Industrie-Großstadt" wandelte. Termine sind der 16. und 30. April sowie der 14. Mai jeweils von 10 bis 11.30 Uhr im Schloss Burgfarrnbach. Kostenpunkt: Jeweils fünf Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der Telefonnummer (09 11) 97 53 45 17 oder per Mail an geschichtsverein-fuerth@web.de

Neu im Programm ist die Serie "VorOrt", die sich den Stadtteilen in Randlage der Kleeblattstadt widmet. "Damit möchten wir vor allem diejenigen ansprechen, die dort wohnen und sich für ihre unmittelbare Umgebung interessieren", sagt Rolf Kimberger. Die Referenten sind allesamt Fürther, die aus den Orten stammen und eng mit ihnen verbunden sind. Los geht die Reihe in Poppenreuth am 5. Juli an der Kirche St. Peter und Paul. Den Rundgang begleiten Barbara Ohm und Rudolf Pfann. Am 6. Juli führt das ehemalige Pfarrerspaar Schümann durch Burgfarrnbach. Treffpunkt ist an der Kirche St. Johannis. Historikerin Verena Friedrich und Pfarrer Markus Pöllinger widmen sich Vach. Start am 11. Juli ist der Vacher Markt. Die Entwicklung Ober- und Unterfürbergs erläutert Rolf Kimberger am 12. Juli. Los geht’s im Banderbacher Weg 9 in Unterfürberg. Gerhard Fuchs, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Fürth, führt am 6. September durch den Ronhof, Unterfarrnbach stellt am 7. September der stellvertretende Stadtheimatpfleger Lothar Berthold vor. Die Treffpunkte für diese beiden Touren werden noch bekanntgegeben.

In Stadeln kennt sich Oberbürgermeister Thomas Jung gut aus, weil er dort aufgewachsen ist. Deshalb geht er gemeinsam mit Barbara Ohm am 28. September am Fischerberg auf Tour. Alle Rundgänge beginnen um 18 Uhr, Teilnehmer zahlen fünf Euro, Vereinsmitglieder laufen umsonst mit.

Eine Rallye durch die Stadt

Große und kleine Geschichtskenner will das Fürther Stadträtsel anlocken. Die Auftaktveranstaltung dazu findet am 20. Juli um 18 Uhr an einem Infostand vor dem Fürther Rathaus statt. Bereits im Jubiläumsjahr 2007 hatte diese Rallye durch die Stadt und virtuell durchs Internet viele Fans. Wer sich gut auskennt, wird mit einem Preis belohnt.

Ein wenig in die Ferne schweifen kann man bei den vier Exkursionen, die der Geschichtsverein heuer veranstaltet. Sie widmen sich diesmal verschiedenen Aspekten der Stadtentwicklung. Da immer wieder Parallelen zu Fürth gezogen werden, lernen die Teilnehmer dabei auch eine Menge über ihre Heimat.

Um die Stadt, wie sie die Kelten errichteten, geht es bei der Fahrt nach Manching am 5. Mai. Die barocke Planstadt Erlangen erkundet der Verein am Freitag, 15. Juni; das Mittelalter wird in Schwäbisch Hall am 28. Juli beleuchtet. Und in die Nachbarstadt, genauer gesagt nach Langwasser, geht es am 15. September, um dort eine moderne Trabantenstadt zu sehen. Ausführliche Informationen zu den Exkursionen gibt es unter www.geschichtsverein-fuerth.de oder in einem der Faltblätter, die in den meisten öffentlichen Fürther Einrichtungen ausliegen.

Nicht zu vergessen ist der alljährliche kulinarische Jahresabschluss des Vereins, der übrigens rund 500 Mitglieder zählt: das Ollapodrida-Suppenessen am 29. November ab 19 Uhr im Schloss Burgfarrnbach. Wer mitlöffeln will, muss sich rechtzeitig anmelden. 

Gwendolyn Kuhn

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