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Samstag, 04.07.2020

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Kampf dem Ekel: Sanierte Toiletten in der Soldnerhalle

Die Renovierung der Sanitäranlagen zog sich tatsächlich über zwei Jahre hin - 21.05.2020 16:00 Uhr

Schulleiter Claus Binder (von links), der für Schule und Sport zuständige Bürgermeister Markus Braun und die städtische Baureferentin Christine Lippert freuen sich über die abgeschlossene Hallensanierung. © Foto: Armin Leberzammer


Schulleiter Claus Binder zeigte sich beim offiziellen Termin vor Ort eher erleichtert als zufrieden: Die Baumaßnahmen seien dringend erforderlich gewesen, "um den Ekel zu überwinden".

Nun also sind die Sanitäranlagen auf dem aktuellen Stand – und nicht mehr, wie zuvor, auf dem des Baujahres 1962. Über eine halbe Million Euro hat die Stadt Fürth dafür nach Angaben von Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun in die Hand genommen. Neben Duschen und WCs wurden auch Umkleideräume ertüchtigt, Sozialräume kernsaniert sowie ein barrierefreier Zugang zur Halle und eine behindertengerechte Toilette geschaffen.

Aktuell wird die Sportstätte zwar nicht genutzt – Stichwort Corona – aber künftig soll sie neben den Schülerinnen und Schülern auch wieder einer Vielzahl von Vereinssportlern für Training und Wettbewerbe zur Verfügung stehen. "Die Halle ist wegen der vergleichsweise großen Zuschauerränge sehr attraktiv", sagt Bürgermeister Braun, "vor allem für Turniere wird sie deshalb gerne gebucht."

Er räumt ein, dass die Stadt bei den Sporthallen "lange in der Defensive" gewesen sei. Nun seien jedoch einige Rückstände aufgearbeitet und man wolle in dieser Angelegenheit "weiter am Ball bleiben". Neben der Soldnerschulturnhalle wurden zuletzt die Jahnturnhalle sowie die Halle im Alten Eichamt am Helmplatz ertüchtigt, aktuell stehen die Hallen des Hardenberg-Gymnasiums und der Kiderlinschule an.

Darüber hinaus habe der Stadtrat die Mittel für den Neubau einer Dreifachhalle an der Seeackerstraße bewilligt und "am Horizont steht der Neubau der Halle an der Grund- und Mittelschule Stadeln". Nicht zu vergessen die Sechsfachhalle, die am Helene-Lange-Gymnasium entsteht. Das alles "sei schon sehr ehrgeizig", so Braun.

Stets ein Ärgernis

Natürlich seien Bauverzögerungen stets ein Ärgernis, gibt Baureferentin Christine Lippert offen zu. Im besonders krassen Fall der Soldnerschule hätten verschiedene Gewerke mehrfach Termine nicht einhalten können, "und dann zieht eins das andere nach sich". Angesichts der Corona-Pandemie laufe es auf dem Bau allerdings gerade erstaunlich rund. "Im Prinzip läuft ja keine Baustelle reibungslos", weiß Lippert, "wir sind also grundsätzlich krisenerprobt". Probleme und zeitliche Störungen gab es zuletzt bei Bautrupps aus dem Ausland, insgesamt könne Fürth jedoch den Empfehlungen des Städtetags folgen, der darauf dringt, die öffentlichen Bauleistungen auch trotz der coronabedingten Beschränkungen hoch zu halten.

Der verspätete Abschluss bei den Sanierungen an der Soldnerschule war insofern ein Kostentreiber, weil die in Containern ausgelagerten Sanitärräume viel länger als geplant gemietet werden mussten. "Da ist einiges dafür draufgegangen", mutmaßt Schulleiter Binder mit Blick auf die Gesamtkosten und hofft natürlich, das erneuerte Gebäude baldmöglichst wieder für den Unterricht nutzen zu dürfen.

Armin Leberzammer

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