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Keine Hilfe aus München

Bürger-Windpark Langenzenn: Die Firma Wust will jetzt klagen - 04.12.2013 22:00 Uhr

Rückenwind für ein Vorzeigeprojekt, das wünschen sich nicht nur die rund 80 Bürger, die beim Ortstermin auf dem Gelände des Langenzenner Windparks bei Laubendorf ihrer Empörung Ausdruck verliehen. © Hans-Joachim Winckler


Denn jetzt ist jetzt klar: Auf der 80 Hektar großen Fläche nördlich des Langenzenner Ortsteils Laubendorf, auf dem fünf Windkraftwerke entstehen sollen, geht weiter nichts voran. Am Montag protestierten, wie ausführlich berichtet, rund 80 Bürger bei einem Termin vor Ort gegen diesen Stillstand.

Bereits Ende Juli hatte das Landratsamt Fürth der Firma Wust eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt, die Anlagen zu errichten. Voraussetzung: die Unterschrift von Regierungspräsident Thomas Bauer unter den neu überarbeiteten Regionalplan, um diesen damit für verbindlich zu erklären.

Diese Signatur fehlt aber bis heute, weil die Regierung prüft, welche Konsequenzen der Seehofersche Vorstoß im Bundesrat haben könnte. Bekanntlich hatte der Ministerpräsident für 200 Meter hohe Anlagen einen Mindestabstand von zwei Kilometern zur nächsten Wohnbebauung gefordert.

Er sei „sehr enttäuscht“, sagte Geschäftsführer Erich Wust auf FN-Anfrage. „Es bleibt uns keine andere Wahl, wir werden eine Feststellungsklage beim Verwaltungsgericht Ansbach einreichen.“ Die Rechtslage ist nach Wusts Ansicht „eindeutig“, die Unterschrift eine reine Formsache: „Herr Bauer ist dazu verpflichtet.“

Eine andere Entscheidung in München hätte sich auch Hans Herold gewünscht. „Ich habe darauf gehofft“, sagt der CSU-Landtagsabgeordnete, der noch auf eine Einzelfalllösung setzt. Das Projekt in Langenzenn sei nicht nur sehr weit gediehen, es herrsche auch „ein extrem hoher Konsens“ zwischen allen Beteiligten. 

Harald Ehm

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