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Donnerstag, 06.08.2020

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Kostenlos fit in Fürth: Angebot ausgeweitet

In eine neue Runde startet das Gesundheitsprojekt Fürth bewegt – mit zusätzlichem Standort - 13.07.2020 06:00 Uhr

„Es gibt eben keinen wirklichen Unterschied zu Yoga im Gebäude“: Zum Auftakt machten die Projektinitiatoren bei Nieselregen unterhalb der Rodelbahn im Stadtpark selbst vor, wie man sich reckt und streckt.

© Foto: Isabel Pogner


Jeden Werktag gibt es an einem jeweils anderen Treffpunkt drei bis vier Kurse. Insgesamt sind das über die drei Monate verteilt beachtliche 222 Angebote – kostenlos und für alle Altersklassen und Fitness-Niveaus geeignet.

Beim offiziellen Startschuss-Termin am reichlich vernieselten Mittwoch hielt sich die Begeisterung fürs Familien-Yoga allerdings in engen Grenzen. Machte aber nichts, beschlossen die Projektinitiatoren und nahmen selbst an einer kleinen Yoga-Stunde teil. "Normalerweise kommen oft über 30 Leute", sagt Eva Göttlein von der gleichnamigen Projektagentur.

Sie koordiniert das Projekt, stellt Zeitpläne zusammen und organisiert die Trainer. "Uns ist wichtig, das Programm möglichst breit zu fächern", sagt Göttlein. Ziel des Projekts sei, dass jeder die Disziplin findet, die ihm Spaß macht – und sich so vielleicht auch Sportmuffel öfter bewegen als bisher. Deswegen gibt es neben Standardkursen wie Yoga und Nordic Walking auch Angebote wie Tai-Chi und Squaredance.

"Wir haben richtige Fitness-Hopper", sagt Laura Petruschke von der Diakonie in Fürth. Jeden Tag ist an einem anderen der fünf Stadtteile ein Sportprogramm zu haben – und einige nutzen das Angebot nahezu täglich. Aber Vorsicht: Der Standort Siebenbogenbrücke wurde wegen Vandalismus-Problemen aufgegeben; stattdessen gibt es nun im Stadtpark unterhalb des Rodelbahn-Hügels Kurse. Neu in diesem Jahr ist zudem der Standort Hardhöhe.

Fürths zweiter Bürgermeister Markus Braun, kraft Amtes auch für den Sektor Sport zuständig, begrüßt die Programmerweiterung. "Unser Angebot ist seit Corona wichtiger denn je", sagt er. Bei den Kursen im Freien könnten die Teilnehmer – natürlich mit Sicherheitsabstand – Kontakte knüpfen und halten, sich sportlich betätigen, und ein sinnvolles Freizeitprogramm hätten sie obendrein.

Auch in Sachen Infektionsschutz wurde nachgebessert: Damit die Teilnehmer Abstand halten und die Trainer dennoch nicht allzu laut schreien müssen, gibt es in diesem Sommer neue Soundanlagen. Ausstattung, Trainer und Organisation kostet rund 20 000 Euro pro Saison. Den Großteil davon finanziert die Techniker Krankenkasse, den Rest die Kooperationspartner.

Deren Vertreter fanden beim PR-Termin sichtlich Freude an den Yoga-Übungen. "Es gibt eben keinen wirklichen Unterschied zu Yoga im Gebäude", befindet die Trainerin. Sie selbst müsse sich allerdings stärker der Gruppe anpassen. "Es kann ja jeder mitmachen, vom Acht- bis zum Achtzigjährigen", sagt Eike Söhnlein von der städtischen Tourist-Information. Der älteste Teilnehmer sei 89 Jahre alt gewesen.

Die Mittwochstruppe war da deutlich jünger. Im Nieselregen dehnten und streckten sie sich. Vorbeilaufende Passanten forderte Söhnlein gleich zum Mitmachen auf. Das ist nämlich der Kern des "Fürth bewegt"-Konzepts: Jeder kann jederzeit einfach einsteigen.

Isabel Pogner

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