Donnerstag, 15.04.2021

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Landkreis Fürth verbessert die Online-Pflegeplatzbörse

Über ein Ampelsystem erhalten Angehörige eine Übersicht über offene Angebote - 25.03.2021 16:00 Uhr

Ob ein Platz im Seniorenheim oder bei einem ambulanten Dienst: Die neue Pflegeplatzbörse des Landkreises hilft weiter.

22.03.2021 © Tom Weller/dpa


"Uns war wichtig, einen modernen Auftritt mit einfacher Bedienung zu verbinden, um damit eine möglichst schnelle Informationsweitergabe zu erreichen", erklärt Kristina Przybyl von der federführenden Gesundheitsregion plus. Ziel sei es, sowohl Betroffenen und deren Angehörigen als auch Pflegedienstleistern ein internetbasiertes Werkzeug an die Hand zu geben, das Angebot und Nachfrage schnell verknüpft.

Über eine Suchmaske lassen sich auf der neuen Internetseite http://www.gesundheitsregion-landkreis-fuerth.de/pflege verschiedene Einrichtungen und Dienste finden. Die Ergebnisse werden entweder als Liste oder über eine Karte dargestellt und ermöglichen somit einen raschen Überblick.

Aktuell haben dort 49 Heime, Pflegedienste, Tages- und Kurzzeitpflege sowie ambulante Wohnprojekte ihre Angebote hinterlegt. Mithilfe eines Ampelsystems erkennen die Nutzer, ob Plätze frei sind, ob es eine Warteliste gibt oder ob die Einrichtung derzeit ausgebucht ist. Zeigt die Ampel nichts an, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen und trotzdem Kontakt aufnehmen. "Oft bieten Einrichtungen unterschiedliche Dienste an und können deswegen keine direkte Aussage über die Verfügbarkeit treffen", so Przybyl.

Entlastung erhofft

Über die Pflegeplatzbörse finden Hilfesuchende weiterführende Informationen über die spezifischen Serviceleistungen der jeweiligen Einrichtungen und Ansprechpartner. Für letztere bringe sie gleichzeitig eine Entlastung, etwa wenn keine Plätze frei sind und die Ampel auf Rot steht. Viele unnötige Anrufe könnten so wegfallen, hofft Kristina Przybyl.

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Sorge, ohne Internetkenntnisse abgehängt zu werden, müsse indes niemand haben. Mitarbeiter bei der Gesundheitsregion plus, die Seniorenbeiräte oder -beauftragten bei den Kommunen oder dem Landkreis würden bei Bedarf helfen. So wie etwa Renate Schwarz vom Quartiersmanagement Oberasbach: "Für mich ist die Pflegeplatzbörse zusätzlich praktisch, um mich über die Entwicklung der lokalen Pflegelandschaft auf dem Laufenden zu halten."

Sinnvolle Weiterentwicklung des Portals

Landrat Matthias Dießl sieht in der Börse eine sinnvolle und notwendige Weiterentwicklung von Ahis: "Es ist niederschwellig, barrierearm und für Smartphone, Tablet oder PC gleichermaßen optimiert."

Insgesamt sei der Landkreis aktuell bei Pflege und Betreuung gut versorgt. Jedoch wachse die Gruppe potenziell Bedürftiger, denn die Menschen werden immer älter.

"Auch beim Ausbau künftiger Angebote hilft die neue Plattform, weil sich über sie die Nachfrage genauer abschätzen lässt", so Dießl. Zudem könnten sich die Einrichtungen dort auch als Ausbildungsbetrieb präsentieren.

Armin Leberzammer

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