Musikfest im Zeichen des Blues

13.5.2010, 00:00 Uhr
Eines der Highlights beim diesjährigen Fürther New Orleans Festival dürfte der Auftritt des Hamburger Musikers Abi Wallenstein (re.) werden, der feinen, handgemachten Blues der akustischen Spielart verspricht.

Eines der Highlights beim diesjährigen Fürther New Orleans Festival dürfte der Auftritt des Hamburger Musikers Abi Wallenstein (re.) werden, der feinen, handgemachten Blues der akustischen Spielart verspricht. © Hans von Draminski

»Damit erweisen wir dem Eisenbahnjubiläum unsere Reverenz«, sagt der Veranstalter Thomas Schier, City- Manager des Marketing-Vereins »Vision Fürth«. Zum »Zehnjährigen« des Festivals waren im letzten Jahr bei freiem Eintritt rund 30 000 Musikfans auf die Freiheit geströmt. Ein Ergebnis, das Schier auch 2010 wieder erreichen will.

»Umsonst und draußen«-Festivals sind wegen der wegfallenden Eintrittsgelder in der Regel auf Sponsoren angewiesen. Beim New Orleans Festival ist schon zum zweiten Mal die Sparda-Bank Nürnberg mit ihrer Fürther Filiale im Boot. Stefan Schindler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, nennt die Fürther Version »eines der schönsten europäischen New Orleans Festivals«; es biete »Kultur für alle Menschen«.

Zum Festivalstart am Freitag, 21. Mai, 19 Uhr, wird es, wie immer beim Auftakt, fetzig: Die Gruppe »Hiss« bittet in die Musik-Achterbahn zu einer schnellen Runde zwischen dem Mississippi-Delta und den Karpaten, zwischen Balkan-Blues und Texas-Tango. Ab 21 Uhr gibt sich der stimmgewaltige Gitarrenzauberer Al Catasso die Ehre und serviert druckvollen Bluesrock.

Straßenparade mit Blechbläsern

Kein New Orleans Festival ohne Straßenparade: Am Samstag, 22. Mai, zieht ab 12 Uhr die »New Orleans Rhythm Brass Band« mit ihrem weiblichen »Grand Marshall« durch die Innenstadt und verbreitet – hoffentlich – sommerliche Feierstimmung. Swingender Dixieland steht beim »Traditional Jazz Quartett« ab 14 Uhr auf dem Programm. Gospel-Lady Kat Moore folgt um 18 Uhr.

»Des Fais Do-Do« haben sich dem Cajun und Zydeco der amerikanischen Südstaaten verschrieben und spielen ab 19.30 Uhr zum Tanz auf. Höhepunkt am Samstag ist ab 21.30 Uhr der Auftritt des legendären Hamburger Bluesers Abi Wallenstein.

Am Sonntag, 23. Mai, 14 Uhr, gibt es zum Aufwachen fränkischen Blues mit der »Tschabobo Bluesband«. Die Nordschwarzwälder »Booze Bombs« (»Schnapsbomben«) übernehmen um 16 Uhr mit heißem Rockabilly.

Noch eine Kante heftiger wird es bei dem Mädchentrio »Rocking Birds« mit Leadsängerin Sabine Pyrker, Gitarristin Katie Kern und Basserin Karin Daym, die den Memphis-Sound wieder aufleben lassen.

Für explosiven Blues mit Dancefloor-Eignung ist der spanische Bluesrocker Javier Vargas gut, der das Festival ab 20 Uhr beschließt.