Neue Möbel für die Radler

5.11.2013, 11:00 Uhr
Auch Radfahrer wollen in die Kneipenmeile, wie unser Bild vom diesjährigen Weinfest zeigt.

© Thomas Scherer Auch Radfahrer wollen in die Kneipenmeile, wie unser Bild vom diesjährigen Weinfest zeigt.

Wie bereits bei der Erneuerung der Abstellanlage am Südausgang des Hauptbahnhofs ist es über die Art der Ausführung zu einer Kontroverse im Bauausschuss gekommen. Während die Stadtverwaltung kantige Bügel bevorzugt, möchten Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) lieber abgerundete Teile mit speziellen Haltevorrichtungen aufgestellt sehen.

An zwei Stellen sollen die alten Vorderradständer – gemeinhin als „Felgenkiller“ bezeichnet – durch moderne und weniger beschädigungsträchtige Varianten ersetzt werden. Zwischen der „Kaffee Bohne“ und der „MAXX cafe-bar“ ist darüber hinaus ein neuer Radparkplatz geplant. Hier muss ein mobiles Pflanzbeet weichen.

Während Oberbürgermeister Thomas Jung Bügel wie im Rathaushof vorschweben, plädiert Grünen-Stadtrat Harald Riedel für Systemständer, die von zwei Seiten her bestückt werden können. Unterschiedliche Höhen ermöglichen eine platzsparende Benutzung. Zudem werden Fahrräder durch die besondere Konstruktionsart am Umfallen gehindert.

Solche Ständer gibt es jetzt auch am Bahnhofsausgang in der Ludwigstraße. Schlichte Metallbügel, die beispielsweise in der Fußgängerzone aufgestellt worden sind, sehen nach Riedels Worten nur ungenutzt vielleicht etwas gefälliger aus. Mit angeschlossenen Fahrrädern würden Systemständer, wie sie der ADFC bundesweit fordert, jedoch einen ordentlicheren Eindruck machen.

Die Stadtverwaltung möchte das „architektonisch hochwertige Bild“ der Gustavstraße nicht durch allzu technisches Aussehen von Fahrradständern stören. Jetzt wird nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem ADFC gesucht. Fest steht jedenfalls, dass das derzeitige Angebot an Parkplätzen für Radler nicht mehr ausreicht.
 

23 Kommentare