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Mittwoch, 08.07.2020

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Oberasbach: Nässe stoppt die Bagger

Die Bauarbeiten im Sportzentrum am neuen D-Platz fallen flach - 23.12.2019 17:00 Uhr

Der nasse Boden macht es unmöglich, die planierte Fläche des neuen Fußball-D-Platzes mit schweren Maschinen zu befahren. Deshalb verzögern sich die Arbeiten. © Foto: Thomas Scherer


Ende Juli 2020 soll bekanntlich der Startschuss für die geplante Dreifachhalle fallen. Die nimmt aber das Areal des bisherigen D-Platzes ein. Oberhalb der neuen Sportstätte, genauer gesagt südwestlich davon, wird deshalb als Ersatz seit einigen Monaten eine neue Rasenfläche angelegt. Doch kaum waren dafür die Bagger angerollt, wurde die Baustelle von der Regierung von Mittelfranken auch schon wieder eingestellt. Der Grund: Die streng geschützten Zauneidechsen tummelten sich auf dem Grund. Knapp vier Wochen dauerte die Zwangspause, Zeit, die nicht mehr aufzuholen war.

Denn seit Oktober zeigt sich die Witterung ziemlich nass. Die Fläche des neuen Platzes ist zwar planiert, weitere Arbeiten können aber derzeit nicht erledigt werden, da der Untergrund zu feucht ist. Würden dennoch schwere Baumaschinen über die Fläche fahren, hätte das massive Schäden zur Folge.

Dabei fehlt noch viel: Drainage-, Wasser- und Stromleitungen beispielsweise oder die Kanalleitungen um den Platz herum, die das Regenwasser ableiten sollen. Einen Ballfangzaun bräuchte es, dazu die Fundamente für die Flutlichtmasten. All das muss nun warten bis März/April nächsten Jahres.

Rasen wird im April gesät

Der Rasen wird vermutlich im April oder Mai angesät und benötigt dann drei Monate, um anzuwachsen. Von einer ersten "schonenden Inbetriebnahme" im August geht das Bauamt aus – "voraussichtlich". Auch im September kann von einem vollen Sportbetrieb auf dem neuen Areal wohl nicht die Rede sein. Weil der alte Platz dann aber eigentlich längst Baustelle ist, sind Engpässe programmiert.

Peter Heinl, SPD-Stadtrat und Vorsitzender des TSV Altenberg, sieht die Situation nicht so dramatisch. Er plädiert dafür, dass sich alle Beteiligten, also das Bauamt, die Planer der neuen Halle, der TSV, aber auch Vertreter der DJK Oberasbach an einen Tisch setzen, um die Situation zu erörtern. Ein Spatenstich für die Halle im Juli macht seiner Meinung nach dann wenig Sinn, wenn gleich anschließend im August bei der Baufirma eventuell der Betriebsurlaub ansteht. Dann wird nämlich nicht gearbeitet, der alte Platz wäre aber trotzdem blockiert. Bei den Vollmannschaften läuft die Punkterunde zu diesem Zeitpunkt bereits, im Jugendbereich steht der Start bevor.

Natürlich will Heinl den Beginn der Arbeiten für die neue heiß ersehnte Sportstätte nicht verschoben wissen, "denn sie ist ja wichtig für uns". Problematisieren möchte der TSV-Chef die Sache freilich auch nicht, aber es müssten eben alle miteinander sprechen, "um die Situation in den Griff zu bekommen".

Harald Ehm

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