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ÖDP legt in Stein einen Fehlstart hin

Claudia Starke kann nicht zur Wahl antreten, Krzystof Malowaniec springt ein - 21.01.2020 15:30 Uhr

Krzystof Malowaniec (ÖDP) springt für Claudia Starke in die Bresche. © privat


Malowaniec, Informatiker von Beruf, hat für Stein eine breite Themenpalette im Blick. Etwa eine bessere Koordination des Flächenverbrauchs, da Boden nicht vermehrbar sei. Alternativ zur Neuausweisung von Baugebieten sollte seines Erachtens nach künftig verdichtet beziehungsweise in die Höhe gebaut werden. Der Kandidat möchte Stein CO2 -neutral und so weit wie möglich energieautark machen.

Mehr direkte Demokratie will die ÖDP wagen. Funktionieren soll das auch über so genannte Bürger-Räte. Das soll wie folgt ablaufen: Vom Einwohnermeldeamt zufällig ausgewählte Bürger bearbeiten ein Thema, tragen es Stadtrat, Bürgerschaft und Medien vor und wirken so an der politischen Willensbildung und Demokratie mit.

Eine lokale Kreislaufwirtschaft, ein kommunales Recycling-Center für alle produzierten (Verpackungs-)Materialien und ein Reparatur-Center für technische Geräte will die ÖDP in der Stadt einrichten. Sperrmüll soll nicht automatisch in der Müllverbrennung landen, sondern wiederverwertet und -verwendet werden. Damit, so Malowaniec, könnten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Mehr Natur in der Stadt fordert der Kandidat. Öffentliche Grünflächen, wie etwa im Wiesengrund, sollten teilweise sich selbst überlassen werden. Im Bildungsbereich sollen unter anderem die Kindertagesstätten teilweise zu Waldkindergärten umgestaltet sowie das Personal im Natur- und Umweltschutz im Alltag fortgebildet werden.

Im Verkehrssektor sollen Fahrräder mehr Vorrang vor den Autos haben und die Buslinien ausgebaut werden sowie eine bessere Taktung erhalten.

Unterstützer gesucht

Um diese Vorhaben anzustoßen oder umzusetzen, braucht die ÖDP als neue politische Kraft in Stein aber erst einmal genügend Unterstützer. Die Listen dazu liegen im Rathaus aus, hier können sich Bürger eintragen. Bei Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern, also wie im Fall von Stein, müssen neue Gruppierungen 180 Unterschriften sammeln. Dafür haben sie bis zum 3. Februar Zeit.

fn

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