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Orban-Einladung: Fürths Dekan Hermany empört über CSU

Katholik kritisiert die Christsozialen und ruft dazu auf, "offenherzig" zu sein - 15.09.2015 06:00 Uhr

"Wie ein Dolchstoß": Fürths Dekan kritisiert die Einladung von Orban (Bild) scharf. © dpa


Es sei "wie ein Dolchstoß", dass die Landtagsfraktion der CSU den ungarischen Regierungschef am 23. September in Kloster Banz dabei haben möchte: "Damit werden die derzeitigen katastrophalen Zustände in den ungarischen Aufnahmelagern gleichsam gebilligt und unterstützt." Orban ist für seine harte Haltung gegenüber Flüchtlingen bekannt.

Hermany appelliert an Politik und Bürger, sich die Worte von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zu Herzen zu nehmen, der vor wenigen Tagen forderte: "Wir brauchen mehr Europa und vor allem mehr Union."

Der Dekan betont: "Den Hilfesuchenden zu helfen ist eine ,verdammte‘ Pflicht und der eigenen deutschen Vergangenheit geschuldet." Dies sei "trotz mancher sicher auch ernst zu nehmender Bedenken vor radikaler Einschleusung" erst einmal vorrangig: "Wir können und sollen unserem Rechtsstaat mit all seinen Schutzorganen zutrauen, missbräuchliches Fehlverhalten, wie es bei den Neonazis und Salafisten zu beobachten ist, zu sichten und zu ahnden. All das soll uns nicht davon abbringen, menschlich offenherzig zu bleiben."

czi

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