Polizeichef bekommt zum Abschied ein SpVgg-Trikot

28.3.2018, 13:00 Uhr
Symbolträchtig: Von SpVgg-Präsident Helmut Hack (li.) und Vereinsmitarbeitern erhielt Peter Messing (vorne re.) ein Kleeblatt-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 110.

Symbolträchtig: Von SpVgg-Präsident Helmut Hack (li.) und Vereinsmitarbeitern erhielt Peter Messing (vorne re.) ein Kleeblatt-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 110. © Foto: Hans-Joachim Winckler

In mehreren Grußworten wurde die ebenso bescheidene wie besonnene und menschliche Art des 63-Jährigen hervorgehoben. 46 Jahre war er im Dienst, seit Mitte 2011 als Leitender Polizeidirektor in der Inspektion Fürth, die er zum Ende dieses Monats verlässt. Er habe hier "Herausragendes geleistet", so Bürgermeister Markus Braun.

Vor allem der Polizeiarbeit sei es zu verdanken, dass Fürth seit Jahren den Titel als sicherste Großstadt in Bayern verteidigen kann. Messing gab die Blumen zurück: Er bedankte sich für die komplikationslose Zusammenarbeit mit der Kommune und vielen örtlichen Akteuren – bis hin zur SpVgg. Von deren Präsident Helmut Hack bekam er ein Trikot mit seinem Namen und der symbolträchtigen (Notruf-)Nummer 110, signiert von den Kleeblatt-Profis.

Soll Nachfolger Messings werden: Michael Dibowski.

Soll Nachfolger Messings werden: Michael Dibowski. © Foto: CSU

Wie Mittelfrankens Polizeipräsident Johann Rast bei der Verabschiedung verriet, wird Messings Nachfolger als Leiter der Fürther Polizei "ein Kollege aus Mittelfranken, der aber nicht hier Dienst tut". Einen Namen wollte Rast zwar noch nicht nennen – nach FN-Informationen soll es sich aber um Michael Dibowski handeln, derzeit in leitender Funktion für die Münchner Polizei im Abschnitt Mitte der Landeshauptstadt tätig. Der 41-Jährige ist in Hagenbüchach im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zuhause, wo er sich bis vor kurzem auch kommunalpolitisch für die CSU engagiert hat.

Seine Berufung käme für viele in hiesigen Polizeikreisen und in der Stadtverwaltung reichlich überraschend. Sie setzten auf einen Bewerber, der bereits in der Gegend aktiv und in Fürth bekannt ist.

Doch Dibowski hatte offenbar nach dem internen Bewertungssystem, das bei der bayerischen Polizei relevant ist, die Nase vorn.

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