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Dienstag, 16.07.2019

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Radschnellwege: Fürth bewilligt 30.000 Euro

Das Geld soll in weitere Untersuchungen gesteckt werden - 19.06.2019 16:00 Uhr

Auf Radschnellwegen geht es flott voran. © NN


Der Planungsprozess hat im Großraum bereits Fahrt aufgenommen. In einer Machbarkeitsstudie sind, sieben mögliche Trassen untersucht und vier davon favorisiert worden. Dazu gehören neben den genannten auch eine direkte Verbindungen zwischen Nürnberg und Erlangen sowie eine Radtrasse zwischen Erlangen und Herzogenaurach.

30.000 Euro stellt Fürth für die vertiefenden Untersuchungen der Verbindungen nach Nürnberg und Erlangen zur Verfügung. Doch es geht um viel mehr Geld und die Zeit drängt. Im Großraum will der Freistaat nämlich ein Radschnellweg-Pilotprojekt finanzieren. Die Kommunen müssen dafür nur die Grundstücke und Planungsleistungen bereitstellen. Auch der Landkreis rechnet sich Chancen aus, den Zuschlag zu bekommen. Er kann mit der ehemaligen Bibertbahntrasse trumpfen. Wer zuerst eine zuschlagsfreie Planung vorlegen kann, mahlt zuerst.

Enorme Kosten

Die Ausbaukosten für die acht Kilometer lange Strecke zwischen dem künftigen U-Bahnhof Gebersdorf und Leichendorf werden auf knapp 30 Millionen Euro geschätzt. Stein könnte über die Felsenstraße angebunden werden und zwischen Leichendorf und Großhabersdorf ist die alte Bahntrasse bereits als Radweg ausgebaut worden.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses fand das Vorhaben vertiefender Untersuchungen für eine Trasse zwischen Nürnberg, Fürth und Erlangen einhellige Zustimmung. Allerdings soll nach den Vorstellungen der Grünen darauf geachtet werden, dass sich Eingriffe in die Natur in Grenzen halten. Außerdem sollen die Trassen auch für schnellere Pedelecs ausgelegt werden.

Glücklich ist Harald Riedel, Fraktionssprecher der Grünen, auch über die Umnutzung der Bibertbahnstrecke nicht. Sie hätte seiner Meinung nach langfristig auch für den Schienenverkehr reserviert werden können. Allerdings wurde die einstige Bahnstrecke bereits von ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung entbunden. Und die Nürnberger U-Bahnhof-Pläne an der Kreuzung Fürth Süd lassen auch eine Reaktivierung des Gleisanschlusses in das Gewerbegebiet Süd nicht mehr zu.

In den jetzt angestoßenen Untersuchungen sollen zwischen Fürth und Nürnberg weitere Trassenvarianten im Bereich der Fürther und Nürnberger Straße sowie im Pegnitztal entwickelt werden. Zwischen Fürth und Erlangen werden zudem Linienführungen entlang des Main-Donau-Kanals und der Bahnstrecke in Erwägung gezogen. 

Volker Dittmar

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