Dienstag, 25.02.2020

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Raumnot bekämpft

Max-Grundig-Schule feiert ihren Erweiterungsbau - 03.10.2010 16:02 Uhr

Zu den neuen Errungenschaften der Schule gehört die von Sebastian Kaemmerer und Patrick Pöhlmann bediente Licht- und Tonanlage. Sebastian Grisolia zeichnet die Einweihungsfeier mit der Videokamera auf. © Hans-Joachim Winckler


Während die zur Mittelschule weiterentwickelte Hauptschule einem massiven Schülerrückgang die Stirn bietet, kämpft die im Juli 2008 auf den Namen des Fürther Rundfunkpioniers Max Grundig getaufte FOS/BOS mit dem permanent wachsenden Andrang. Von 140 Schülern im Gründungsjahr 1970 ist die Zahl der unterrichteten Jugendlichen inzwischen auf über 1000 gewachsen.

Zulauf erhält die Einrichtung nicht nur aus der Stadt und dem Landkreis Fürth, die jeweils rund 30 Prozent der Schüler stellen, sondern auch aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim (neun Prozent) und aus Nürnberg (17 Prozent). Um den Schulaufwand kümmert sich ein Zweckverband der beiden Landkreise und der Stadt Fürth.

Die Schulgeschichte ist geprägt vom ständigen Kampf gegen die Raumnot. Weil der Platz im alten Landratsamt an der Amalienstraße schon bald nicht mehr ausreichte, wurde 1976 ein Erweiterungsbau in Angriff genommen, den der Fürther Architekt Bernhard Heid konzipierte. Doch lange sollte der Platzgewinn nicht vorhalten. Immer mehr Ausweichquartiere mussten dafür herhalten, dass der Schulbetrieb weiterlaufen konnte. Die Wanderklassen brachten für Lehrer wie Schüler viele Unannehmlichkeiten mit sich.

Söhne am Werk



2002 wurde daher ein Aufstocken des Neubaus für fünf neue Klassenzimmer in Erwägung gezogen, 2004 der jetzt fertige Anbau mit 14 Räumen. Nach dem Tod von Bernhard Heid übernahmen dessen Söhne Volker und Wolfgang die Architektenaufgabe. Im März letzten Jahres konnte der 2,6 Millionen Euro teure Anbau bezogen werden. Das wiederum war die Voraussetzung für die Generalsanierung des Altbaus aus dem Jahre 1899. Nochmal 3,1 Millionen Euro wurden für den Umbau aufgewendet. Der Staat förderte Neubau und Sanierung mit zwei Millionen Euro.

Trotz aller Bemühungen reicht der Platz aber immer noch nicht. Sehr gelegen kam der Max-Grundig-Schule die Auflösung der Pfisterschule im Zuge der Hauptschulreform. Denn jetzt können sechs ihrer Klassen ins Pfisterschulhaus ausgelagert werden.

Sorglos zurücklehnen können sich die Mitglieder des vom Fürther Landrat Matthias Dießl geleiteten Schulzweckverbandes gleichwohl nicht. Klarheit über die Entwicklung der Schülerzahlen soll ein 8250 Euro teures Gutachten liefern, das im Januar erwartet wird.

Von ihrer besten Seite präsentierte sich die Max-Grundig-Schule zur Feier der Generalsanierung und des Erweiterungsbaus. Schulleiter Reinhold Kunkel rief vor zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Schule dazu auf, zuversichtlich nach vorne zu schauen. Den Schülern wünschte er „noch mehr Spaß am Lernen“.

Ins rechte Licht gesetzt wurde die Feier von einer 6000 Euro teuren Beleuchtungsanlage, die der Schule von der Max-Grundig-Stiftung erst kürzlich gespendet worden ist.

 

VOLKER DITTMAR

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