Restaurierte Martersäule beeindruckt die Jury

2.4.2019, 11:35 Uhr
Lediglich feine Linien auf der Säule erinnern daran, dass sie zerbrochen war. Eine Kante des Jesusbildes musste der Restaurator durch ein neues Stück Sandstein ersetzen.

© Foto: Edgar Pfrogner Lediglich feine Linien auf der Säule erinnern daran, dass sie zerbrochen war. Eine Kante des Jesusbildes musste der Restaurator durch ein neues Stück Sandstein ersetzen.

Die Linde hinter der Martersäule wurde von der Wucht des Sturms getroffen, der im August 2017 im Westen Fürths wütete. Ein mächtiger Ast riss ab und zertrümmerte das Sandsteindenkmal an der Christkönig-Kirche. Die Stadt Fürth ließ es sorgsam restaurieren. Als es im April 2018 wieder stand, gingen rasch etliche Dankesmails von Bürgern im Rathaus ein.


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9000 Euro kostete die Instandsetzung des Ehrenmals, das um 1350 Ritter Rapoto von Külsheim für seine Tochter errichten ließ. Diese ertrank, so die Legende, im überfluteten Rednitzgrund, nachdem sie in der Martinskapelle für das Leben ihrer an der Pest erkrankten Mutter gebetet hatte.

Mit seiner jährlichen Auszeichnung vorbildlicher Sanierungen würdigt der Bezirk Mittelfranken, dass historische Bauwerke mit Kenntnisreichtum, Herzblut und finanziellem Engagement für kommende Generationen bewahrt werden. Die zweite Prämie, die heuer nach Fürth ging, gab es für eine Wohnung in der Nürnberger Straße 132. Neben der dringend notwendigen Modernisierung der Haustechnik wurde bei der Innensanierung auch ein großer denkmalpflegerischer Aufwand betrieben. Mühselig wurden etwa Deckenabhängungen, Tapeten und neuzeitliche Bodenbeläge entfernt und alte Stuckdecken sowie das Eichenparkett restauriert.

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