Rewe verbannt Plastiktüten aus Fürths Südstadt

31.7.2016, 16:00 Uhr
Ade Plastiktüte: Prall gefüllt hat Gisela Zweck (li.), die die Rewe-Filiale in der Kaiserstraße leitet, die letzten zehn Plastiktüten mit einer Lebensmittelspende an Traudl Cieplik (re.) von der Fürther Tafel übergeben. OB Thomas Jung und Rewe-Bezirksmanager Clemens Stäudtner präsentieren die umweltfreundlicheren Tragehilfen.

© F.: Armin Leberzammer Ade Plastiktüte: Prall gefüllt hat Gisela Zweck (li.), die die Rewe-Filiale in der Kaiserstraße leitet, die letzten zehn Plastiktüten mit einer Lebensmittelspende an Traudl Cieplik (re.) von der Fürther Tafel übergeben. OB Thomas Jung und Rewe-Bezirksmanager Clemens Stäudtner präsentieren die umweltfreundlicheren Tragehilfen.

Als erster großer Lebensmittelhändler in Deutschland hat sich Rewe entschieden, flächendeckend auf den Verkauf der Taschen aus Polyethylen zu verzichten. Rund 140 Millionen Tüten wurden laut Unternehmensangaben alleine in den 3000 Rewe-Märkten bundesweit alljährlich gekauft. Auf die fünf Fürther Geschäfte heruntergerechnet macht das nun für das Stadtgebiet über 200 000 Kunststofftragetaschen weniger.

„Damit ist das Unternehmen ein Vorreiter und ich hoffe, dass andere dem Vorbild folgen werden“, begrüßt Oberbürgermeister Thomas Jung die Entscheidung. Für Kunden, die an der Kasse eine Tragehilfe benötigen, stehen aber nach wie vor andere Möglichkeiten bereit: Baumwolltaschen, Permanent-Tragetaschen aus Recycling-Material, Kartons und Papiertüten. Mit dem Erwerb dieser Alternativen könne jeder Verbraucher aktiv Verantwortung für den Umwelt- und Meeresschutz übernehmen, sagt Jung.

Nur ein erster Schritt

Denn gerade in den Weltmeeren hat sich Plastikmüll zu einem ernsthaften Problem entwickelt, das über die Nahrungskette auch die Gesundheit von Menschen bedroht. Doch der Einzelhandelskonzern will bei der Müllvermeidung noch weiter gehen. „Uns ist bewusst, dass die Abschaffung der Plastiktüte nur ein erster Schritt dazu sein kann“, erklärt Filialleiterin Gisela Zweck. Deshalb arbeite man an weiteren Alternativen, etwa für die dünnen Knotenbeutel an den Gemüseregalen. Die letzten zehn Plastiktüten in dem Supermarkt in der Kaiserstraße wurden übrigens noch mal prall gefüllt. Sie gingen als Lebensmittelspende an die Fürther Tafel.

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