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Stadt Fürth erleichtert: Echter Baubeginn fürs Kino

An der Gebhardtstraße ist nun genug Aktivität erkennbar, um dem Vertrag Genüge zu tun - 06.11.2014 06:00 Uhr

Und sie rollen doch: Seit dem Dienstag sorgen Arbeiter mit Baggern und Planierraupen dafür, dass die Flächen an der Gebhardtstraße geebnet und Gruben aufgefüllt werden. Danach soll die Bodenplatte fürs Kino verlegt werden. © Foto: Hans-Joachim Winckler


In den Tagen zuvor hatte Bauherr Alfred Ach, vertraglich strikt zum Baubeginn bis Anfang November verpflichtet, zwar schweres Gerät anrollen lassen; doch im Lauf des Montags waren keine weiteren nennenswerten Aktivitäten zu erkennen. Nun aber darf der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller auf FN-Anfrage verkünden: „Es haben keine Alibiarbeiten, sondern sinnvolle Tätigkeiten stattgefunden.“

Auch Baureferent Joachim Krauße bestätigt, Ach sei damit seiner Verpflichtung zum Baubeginn formal nachgekommen. „Wir werden uns das jetzt angucken und nach 14 Tagen schauen, ob es einen erkennbaren Fortschritt gibt“, sagt Krauße. Erst dann, sekundiert sein Kollege Müller im
Wirtschaftsreferat, werde man „eine endgültige Bewertung“ vornehmen können.

Äußerungen wie diese zeigen einmal mehr, wie tief das Misstrauen bei der Kommune inzwischen sitzt, nachdem es zwei Jahre lang immer wieder zu Verzögerungen des geplanten Multiplex-Vorhabens gekommen ist. Auch im Oktober 2013 hatte Alfred Ach schon einmal mit Erdbewegungen auf dem ehemaligen Bahn-Areal beginnen lassen und damit hohe Erwartungen geweckt. Schnell aber kam Sand ins Getriebe – es blieb bei diesen ersten baulichen Zuckungen.

Zweite Absicherung

Wird es diesmal anders laufen? „Prinzipiell“, sagt Horst Müller mit aller Vorsicht, habe er stets Zutrauen zu Investoren. Aber in diesem Fall „gibt es halt diese Vorgeschichte . . .“, fügt er vielsagend hinzu. Wie berichtet, hat die Stadt deshalb jetzt nicht nur den verbindlichen Baubeginn notariell fixiert, sondern eine zweite Absicherung eingebaut: Sollte es zu unvorhergesehenen Problemen kommen, können beide Parteien noch bis Ende 2014 aus den Vertrag aussteigen. Niemand spricht das offen aus – doch die Stadt dürfte sich damit auch für den Fall rüsten, dass die Finanzierung des Millionenprojekts, wie schon einmal im Lauf dieses Jahres, erneut ins Wackeln gerät.

Der Bauherr indes geht, wie berichtet, unverdrossen von einem nun reibungslosen Verlauf der Arbeiten aus. Bis zum 31. Oktober 2015 muss Achs Komplex mit den rund 1100 Plätzen in sechs Sälen laut Vereinbarung mit der Stadt „bezugs- und betriebsfertig“ sein.

Kaum Zweifel mehr dürfte es daran geben, dass bis dahin die nötigen Parkplätze für die Besucher zur Verfügung stehen: Direkt gegenüber dem Multiplex-Grundstück läuft die Sanierung des ehemaligen Marktkauf-Gebäudes, das zum „Hornschuch-Center“ wird, auf vollen Touren. Inzwischen sind die Arbeiten auf das dazugehörige Parkhaus ausgeweitet worden, das künftig auch Stellplätze fürs Publikum des Kinos auf der anderen Straßenseite bieten soll. 

Wolfgang Händel

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