Freitag, 03.04.2020

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Stieglerhof: Ein Schmuckstück mit Bodenhaftung

Das Gonnersdorfer Anwesen erregt in Architekturkreisen nach dem Wiederaufbau bundesweit Aufsehen - 16.02.2020 16:00 Uhr

2014 abgebrannt und in ansprechender Form wieder aufgebaut wurde der Stieglerhof in Gonnersdorf. Mit seinen Holzfassaden fügt er sich markant in die ländliche Umgebung ein. © Foto: Dürschinger


Ein verheerender Großbrand hatte den Bauernhof 2014 in Schutt und Asche gelegt. 130 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden. Der Wiederaufbau in anspruchsvoller Form wurde zu einer architektonischen Herausforderung. Die Fürther Architekten meisterten ihn bravourös.

Fünf Auszeichnungen konnten sie bereits dafür entgegennehmen. Die bedeutendste war vor einem Jahr der Deutsche Landbau-Kulturpreis in Berlin. Nun wurde das Projekt "Hofstelle im Fränkischen", wie die Kuratoren es genannt haben, unter die besten 26 Architekturprojekte 2020 in Deutschland gewählt. Gewürdigt wird das im Zuge einer mehrmonatigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt. Außerdem wird darüber im Jahrbuch für Deutsche Architektur 2020 berichtet.

Dabei hatten sich nicht weniger als 400 Projektoren aus den deutschen Bundesländern um eine Auszeichnung beworben. Davon wurden 100 Projekte auf einer sogenannten Longlist platziert. Schließlich hat man die 26 besten für das Jahrbuch Deutschland 2020 ausgewählt.

Eine derartige überregionale Würdigung eines Projektes für zeitgemäße Architektur ist nach Einschätzung der erfolgreichen Fürther Architekten für die fränkische Region sehr selten. Der Stieglerhof rangiert dabei auf gleicher Stufe wie der Wiederaufbau der St.-Martha-Kirche in Nürnberg.

Die Preisverleihung im Deutschen Architekturmuseum ist Ende Januar über die Bühne gegangen. Zeitgleich erschien auch das Jahrbuch. "Angesichts der derzeitigen Zerstörung unserer gewachsenen Ortskerne im Landkreis und einer gewissen Sprachlosigkeit der Gesellschaft – auch was den momentanen Umbruch der Landwirtschaft angeht, hat das Projekt überregionalen Vorzeigecharakter", meint Peter Dürschinger.

fn

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