Samstag, 18.01.2020

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Tauziehen um Fürths Adenaueranlage

Kritiker kämpfen weiter gegen Marktpläne für den Innenstadtpark - 28.01.2015 11:00 Uhr

Im Mittelteil der Adenaueranlage, rund um den Musikpavillon, soll nach den Vorstellungen von Jochen Schreier der Markt mit einem Händler-Anteil von drei Vierteln und einem Viertel Gastronomie entstehen. © Thomas Scherer


Damit wenden sie sich gegen einen Beschluss des städtischen Wirtschaftsausschusses, der kürzlich empfohlen hat: Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sollen im Lauf dieses Jahres die Adenaueranalage und die beiden Seitentrakte des Bahnhofplatzes als mögliche Standorte unter die Lupe genommen werden. Der Stadtrat muss diese Linie nun noch bestätigen.

Nach Ansicht der Kritiker weist das Gutachten, auf das sich die Stadt stützt, „deutliche Mängel“ bei Methodik, Befragung und Schlussfolgerungen auf. Vieles werde bewusst zu Gunsten des Standorts Adenaueranlage interpretiert, ohne dass die Faktenlage dies hergebe. So seien die Befragten mehrheitlich mit dem Markt am Bahnhofplatz zufrieden und beklagen lediglich dessen derzeitiges Erscheinungsbild. Eine Verlagerung in die Seitenflügel könne diesen Missstand beseitigen.

Zudem verschweige die Expertise, dass die Adenaueranlage durch einen Markt „grundlegend verändert“ werden müsse, wie die Grünen und der Bund Naturschutz (BN) meinen; Eingriffe seien unvermeidlich. Man werde deshalb im Rat noch einmal beantragen, die „einzige Grünfläche in der Innenstadt“ bei den Planungen ganz außen vor zu lassen, wie es auch rund 3000 Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützt haben. Stattdessen sollte nach Ansicht von Grünen und BN neben dem Bahnhofplatz als Alternative die Freiheit untersucht werden.

Der BN pocht zudem auf die vom Rathaus zugesagte Bürgerbeteiligung, denn bisherige Aussagen dazu seien „wachsweich“. In einem Brief an die Stadträte wird „eine planungs- und projektbegleitende Bürgerbeteiligung und regelmäßige Information der Öffentlichkeit“ verlangt.

Wolfgang Händel

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