36-Jährige kam gewaltsam ums Leben

Tötungsdelikt in Fürth: Der Ehemann schweigt bisher

Claudia Ziob
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Lokalredaktion Fürth

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8.9.2022, 15:30 Uhr
Das Paar wohnte in einem Mehrfamilienhaus in der Rosenstraße in Fürth. Am Sonntagabend, 4. September, rief der Ehemann selbst die Polizei - sie fand die Frau leblos vor.

© NEWS5 / Oßwald, NEWS5 Das Paar wohnte in einem Mehrfamilienhaus in der Rosenstraße in Fürth. Am Sonntagabend, 4. September, rief der Ehemann selbst die Polizei - sie fand die Frau leblos vor.

Gegen 18.30 Uhr verständigte der 33-Jährige am Sonntagabend die Polizei. Gegenüber den Beamten sprach er von einem heftigen Streit, der sich zwischen ihm und seiner Frau in der Wohnung in dem Mehrfamilienhaus in der Rosenstraße abgespielt habe. Für die 36-Jährige kam der Anruf zu spät: Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie sie leblos vor.

Der Ehemann ließ sich widerstandslos festnehmen. Er gilt als dringend tatverdächtig und sitzt wegen des Verdachts des Totschlags inzwischen in Untersuchungshaft. Auch auf Anraten seines Verteidigers äußert er sich vorerst nicht mehr zum Geschehen. Als er am Montag dem Haftrichter vorgeführt wurde, machte er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, bestätigt Antje Gabriels-Gorsolke, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Er habe die Ermittlungsakten noch nicht bekommen, erklärt sein Verteidiger, der Fürther Rechtsanwalt Christian Fuchs, auf FN-Nachfage. Mit diesen müsse er sich erst auseinandersetzen, um dann mit seinem Mandanten über das weitere Vorgehen entscheiden zu können.

Zur Frage, welche Art von Verletzungen die Frau erlitt und ob auch Kinder in der Wohnung waren, äußern sich beide, Gabriels-Gorsolke und Fuchs, nicht. Medienberichten zufolge soll die Frau tödliche Stichverletzungen erlitten haben. Demnach habe das Paar zwei Kinder im Alter von vier und sieben Jahren, in letzter Zeit sei es immer häufiger zum Streit gekommen, nachdem der Mann kürzlich seinen Job verloren habe.

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