Verkrüppelter Kärwabaum in Fürth: Atzenhof ätzt zurück

13.10.2014, 16:12 Uhr
Der diesjährige Kärwabaum in Fürth, der aus Atzenhof stammt, kam nicht bei allen Besuchern der Michaeliskirchweih gut an. Mit einem Plakat am Kärwabaum ätzten die Atzenhofer jetzt zurück.

Der diesjährige Kärwabaum in Fürth, der aus Atzenhof stammt, kam nicht bei allen Besuchern der Michaeliskirchweih gut an. Mit einem Plakat am Kärwabaum ätzten die Atzenhofer jetzt zurück. © News5/Weier

Der diesjährige Kärwabaum in seiner ganzen Pracht.

Der diesjährige Kärwabaum in seiner ganzen Pracht. © News5/Weier

"Wer unsere Fichte nicht ehrt, ist die Kärwa nicht wert" [sic!], steht auf dem Schild, das die Atzenhofer an dem Ersatz-Kärwabaum in Fürth anbrachten. Dokumentiert haben sie dies übrigens in einem Youtube-Video.

In Star-Wars-Manier springen die Atzenhofer für ihren Kärwabaum in die Bresche, den sich das Fürther Marktamt kurzerhand von der Nachbargemeinde borgte, weil der eigens für die Michaeliskirchweih geschmückte Holzmast wegen Rissen nicht mehr standhaft genug war.

Der dunkle Lord "Dars Wäider" begibt sich mit seinen beiden Schergen, den "Schdormdrubers" von Atzenhof nach Fürth und legt für ihre "Krippelfichtn" ein gutes Wort ein.

Denn in der ganzen Diskussion um den Baum wittern die Bürger des Fürther Stadtteils eine einzige Verschwörung: "Das System Atzenhof zu denunzieren." Mit dem Schild am Kärwabaum wollen die Atzenhofer nun wieder die Ehre ihres Ortes - und ihres Baumes - herstellen. "Liebes Kleingärtner-Meckervolk, seid froh, dass wir Atzenhofer uns bereit erklärt haben, unseren Baum zu 'opfern'. Sonst hätte der jährliche Betzentanz vielleicht um ein 'Kärwa Amerla' herum stattfinden müssen", ätzen die Verantwortlichen der Aktion nun zurück.

Die Michaelis-Kirchweih ist nun um eine Attraktion reicher. Noch bis 15. Oktober können die Besucher die "Kripplfichtn" nebst Schild bewundern.

 

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