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Verstärkte Kontrollen: Zusätzliche Streifen am Wochenende

Die Polizei will mit "Maß und Ziel" kontrollieren - Der kommunale Ordnungsdienst hält sich zurück - 27.02.2021 06:00 Uhr

Polizisten auf Streife in der Innenstadt: Immer wieder müssen sie Passanten daran erinnern, eine Maske zu tragen und den Mindestabstand einzuhalten.

26.02.2021 © Hans-Joachim Wincker


Schenkt man dem Wetterbericht Glauben, dann dürfte es am Wochenende erneut ziemlich sonnig werden. Das könnte – wie schon in den vergangenen Tagen – zahlreiche Fürtherinnen und Fürther animieren, nach draußen zu gehen. Und wo sich viele Menschen tummeln, da ist es nicht immer ganz einfach, auf den Mindestabstand zu achten. Die Polizei muss aber dafür sorgen, dass er eingehalten wird – und wird dabei von Kräften anderer Inspektionen unterstützt.


Verstöße bei schönem Wetter: Stadt und Polizei verstärken Corona-Kontrollen


"Wir sind verstärkt im Einsatz und überwachen die Einhaltung der Infektionsschutzregeln", sagt Fürths stellvertretender Polizeichef Mark Kohl mit Blick aufs Wochenende. Allerdings, betont er, gehe man dabei "mit Maß und Ziel" vor. Denn: Niemand wolle den Leuten ihre Freizeit vermiesen. Die Ordnungshüter sind am Samstag und Sonntag insbesondere dort unterwegs, wo sich die Menschen gerne aufhalten: in der Innenstadt, in den Parkanlagen, am Wiesengrund sowie an den Grill- und Spielplätzen.

Kohl hält die Kontrollen und die damit verbundene Erinnerung ans Einhalten der Regeln gerade im Hinblick auf die Mutationen, die sich – wie berichtet – auch in Fürth ausbreiten, für unerlässlich. Er wirbt um Verständnis: "Es geht nicht um staatliche Gängelei, sondern das muss halt jetzt einfach sein."

Grundsätzlich lobt er das Verhalten der Fürther. Obwohl sie sich inzwischen schon seit langer Zeit an die Einschränkungen halten müssen, seien sie "ziemlich diszipliniert". Zu Beginn der nächtlichen Ausgangssperre kletterte die Zahl der Anzeigen deutlich nach oben, ansonsten aber sei sie in den vergangenen Monaten nicht merklich gestiegen.

"Leute werden dünnhäutiger"

Der Eindruck der Polizei: "Verschwindend gering" sei der Anteil derer, die sich in der Kleeblattstadt nicht an die Corona-Maßnahmen halten. Kohl stellt jedoch generell fest: "Die Leute werden dünnhäutiger." So mussten seine Kollegen zuletzt etwa vermehrt Streitereien im familiären Bereich schlichten.

Dass die Zündschnur bei vielen kürzer geworden ist, bemerkt auch Hans-Joachim Gleißner, der Leiter des Straßenverkehrsamts. In seinen Zuständigkeitsbereich fällt der kommunale Ordnungsdienst, der ebenfalls das Einhalten der Maskenpflicht und des Abstandsgebots in der Stadt kontrolliert.

Zumindest theoretisch, denn praktisch ist die Abteilung dafür bisweilen zu dünn besetzt: Sie besteht aus lediglich einer Handvoll Mitarbeitern. Etwas Unterstützung ist Gleißner zufolge in Sicht, eine Aufstockung um zwei Kräfte wurde genehmigt, die Ausschreibung läuft.

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Momentan sind eine Tages- und eine Nachtschicht unterwegs, bestehend aus je zwei Personen. Ein Mitarbeiter ist jedoch krank, folglich geht heute nur einer auf Streife und kümmert sich beispielsweise um die Verkehrsüberwachung. Die Einhaltung der Regeln wird er, so Gleißner, als Einzelkämpfer nicht überprüfen. Denn das sei einfach "zu gefährlich".

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