Verwirrspiel im City-Center

13.1.2012, 19:00 Uhr

© Hans-Joachim Winckler

Drei Tage vor Torschluss hat der künftige Eigentümer, die Firma TKN, den verbliebenen Mietern mitgeteilt, das Center bleibe vorerst geöffnet. „Wir werden Sie entsprechend informieren, wenn die Schließung bevorsteht“, heißt es in einer Mail. Bei den verbliebenen Geschäftsleuten herrsche nun „allergrößte Verunsicherung“, sagt der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller, man habe händeringend versucht, die Wogen zu glätten.

Die schon zuvor stetig gewachsenen Zweifel an der Realisierung des aufwendigen Projekts bekommen dadurch neue Nahrung. TKN-Chef Miro Vorbauer jedoch bleibt zuversichtlich wie eh und je. Sein Unternehmen habe wider Erwarten „ein paar Hausaufgaben“ bis dato nicht erledigen können, weil es sich „um das wohl komplizierteste Immobilienprojekt in ganz Deutschland handelt“. Deshalb sei der „endgültige Eigentumsübergang“ von den 351 Vorbesitzern auf die Firma TKN noch nicht möglich; bis es so weit sei, bleibe das Center geöffnet.



Das noch ausstehende Geld — 20 Millionen Euro Kaufpreis und geschätzte 50 Millionen Umbaukosten — werde sein Geldgeber, ein nicht genannter Finanzinvestor aus London, zur Verfügung stellen, „wenn alle Puzzlesteine ineinanderpassen“.

Laut Wirtschaftsreferent Müller, der auf Bitte der alten Eigentümer an den Verkaufsverhandlungen beteiligt ist, hat „TKN hat Gespräche mit einem Investor geführt, die fast zum Abschluss gekommen wären, es aber bisher nicht sind.“ Es gebe „Schwierigkeiten“, aber die Gespräche seien „nicht abgeblasen“. Nun werde „mit Hochdruck an einer zeitnahen Finanzierung gearbeitet“, so Müller.

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