Bundestagswahl

Viele Junge Menschen gingen in Fürth an die Urne

26.9.2021, 16:39 Uhr
Jessica Binder (li.) und Larissa Fritzmann durften zum ersten Mal an die Urne gehen.

Jessica Binder (li.) und Larissa Fritzmann durften zum ersten Mal an die Urne gehen. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Schon am Sonntagmorgen zieht es die Fürtherinnen und Fürther an die Urnen: In der Kiderlinschule liegt die Wahlbeteiligung um 10 Uhr zwischen acht und zehn Prozent. Etwas wenig, meint einer der Helfer, verweist aber auf die vielen Briefwähler: Die Stadt hatte 45.000 Unterlagen für 86.800 berechtigte Fürtherinnen und Fürther vorbereitet.

Ein paar Straßen weiter in der Hans-Böckler-Schule haben die Ehrenamtlichen eine Kabine zum Abstimmen im Stehen konstruiert, indem sie einen Tisch auf zwei Bänken platziert haben. Sie wird gerade gut genutzt, es herrscht ein stetes Kommen und Gehen – ebenso in der Ludwig-Erhard-Schule in der Theresienstraße, wo am Morgen viele junge Menschen vorbeischauten. Die ehrenamtlichen Wahlhelfer finden das bemerkenswert, denn der Vormittag sei für gewöhnlich die Zeit der Älteren. "Bei uns ist immer wieder was los", sagt Wahlbotin Erika Strebel. Um 11 Uhr liegt die Wahlbeteiligung bei 16,5 Prozent.

Wahlvorstand Wolfgang Greul sitzt ein Zimmer weiter. Er beobachtet, dass sich der Innenstadtbezirk wandelt: "Er ist jünger und bunter geworden", sagt der Routinier. Wie viele der Helfer ist Greul seit etwa 30 Jahren dabei. Die Stimmung ist gelöst, man kennt sich, hat schon so einige Abstimmungen miteinander gewuppt.

Neuland betritt an diesem Tag dagegen Larissa Fritzmann, für sie ist es der erste Gang zur Urne. Die 18-Jährige ist ein wenig nervös. Zu wählen aber findet sie selbstverständlich. "Man entscheidet damit über die Zukunft", sagt sie, und ihre Freundin Jessica Binder nickt dazu.

Gemeinsam gekommen sind auch Alexandra White und ihre Tochter Celina Ernst. Am Vorabend haben sie sich noch über die Parteien ausgetauscht, ihre Entscheidung traf die 19-Jährige alleine. "Es ist wichtig, dass junge Leute einen Zugang zu Politik haben", meint die Mutter.

Ortswechsel. Gloria Gion und Klaus Kenner sind in der Berufsschule in der Fichtenstraße für den Wahlbezirk 314 zuständig. 970 Menschen sind hier registriert, 370 haben bereits per Brief votiert. Bis 14.15 Uhr kamen 265 Menschen, Kenner schätzt, dass es bis zum Abend um die 400 werden. Hier heute mitzuhelfen, ist für beide Ehrensache. "Das machst du nicht nur einmal", so Kenner.

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