Montag, 18.11.2019

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Vorzeigeobjekt auf der Schwand

Sanierung des Gebiets unter dem Namen "Finkenpark" ist offiziell abgeschlossen - 03.07.2018 21:00 Uhr

Als Herz- und Glanzstück des Quartiers gilt das sanierte Hochhaus, das jetzt unter dem lyrischen Namen „Sonnenturm“ firmiert. © Foto: Leberzammer


Die Albrecht-Dürer-Straße, laut Oberbürgermeister Thomas Jung einst eine Adresse, "mit der man sich besser nicht um eine Ausbildungsstelle beworben hat", hat die Schatten der Vergangenheit abgestreift. So jedenfalls schätzen es OB sowie Vertreter von Kirche und ESW ein. Mit großem finanziellen Einsatz und viel Engagement habe man ein beeindruckendes Ergebnis erzielt.

Keiner habe den Investoren das so recht zugetraut, sagt ESW-Geschäftsführer Hannes B. Erhardt: "Jetzt haben wir aus einem nicht so beliebten Viertel ein Quartier gemacht, in dem man gern und sicher wohnt." Neben dem Sonnenturm, der als letztes Einzelprojekt ab 2015 umfassend saniert und modernisiert wurde, sind zwei Kindertagesstätten, zwei Spielplätze und rund 100 neue Wohnungen entstanden – darunter 25 Seniorenwohnungen. Insgesamt hat das ESW damit laut Erhardt 546 Wohnungen saniert beziehungsweise neu errichtet.

Für Thomas Jung wurde damit "ein beeindruckendes Vorzeigeobjekt" realisiert. Zu dem kleinen Vorplatz am Sonnenturm mit Sitzgelegenheiten und Bäumen trug die Stadt die Hälfte der Kosten bei; entstanden sei ein "Treff mit urbanem Flair zum persönlichen Austausch".

Fürths evangelischer Dekan Jörg Sichelstiel erinnerte an die Anfänge, die nicht leicht gewesen seien, mahnte aber gleichzeitig: Es dürfe "keine guten und keine schlechten Adressen" geben. Den Protesten einiger Bewohner gegen den wegen der Kernsanierung notwendigen Auszug aus dem Hochhaus sei man mit dem Versprechen begegnet, eine spätere Rückkehr "zu bezahlbaren Mieten" zu ermöglichen.

Mit dem Finkenpark trage das ESW seinem Gründungsgedanken Rechnung, Wohnraum für Flüchtlinge und Vertriebene zu bauen. "Wohnen ist ein Megathema unserer Gesellschaft", betont Sichelstiel und freut sich, dass hier "guter und bezahlbarer Wohnraum für jedermann, nicht nur für Kirchenmitglieder" entstanden sei.

Als Starthilfe für das von der Diakonie Fürth betreute Quartiersbüro übergab die Sparkasse Fürth einen Scheck über 5000 Euro. Dort haben Anwohner die Möglichkeit, sich auszutauschen und sich von Quartiersmanager Oliver Höllein bei Problemen beraten zu lassen. Die Anlaufstelle ist am Montagvormittag und Donnerstagnachmittag geöffnet. Außerdem lädt sie jeden dritten Mittwoch im Monat zu einem Stadtteilcafé ein.

Armin Leberzammer

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