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Wichtige Marke: 100.000 Corona-Impfungen in Fürth

Aussicht auf mehr Freiheiten: Die Arbeit des Impfteams schreitet voran - 10.05.2021 17:57 Uhr

Zweifach geimpft: Helma Betz ist die Glückliche, die Im Impfzentrum Fürth die 100000ste Dosis erhielt. Jetzt freut sie sich darauf, mit ihrem Sohn Eduard (links) möglichst bald in einen Biergarten einzukehren.

10.05.2021 © Hans-Joachim Winckler


Ganz schön viel Aufhebens um so einen kleinen Piks. Den Trubel lässt Helma Betz aber mit großer Gelassenheit über sich ergehen. Dass bei ihrer zweiten Impfung sowohl der Fürther Oberbürgermeister als auch der Landrat zuschauen, bringt die 85-Jährige nicht im Geringsten aus der Ruhe.

Vielmehr ist sie froh, dass sie demnächst endlich den vollständigen Schutz genießt und dann möglichst bald mit ihrem Sohn Eduard in einen Biergarten einkehren kann. "Schweinebraten und ein kleines Bier", so lautet ihr Wunsch für den lange ersehnten Ausflug. Helma Betz hat am Montag die einhunderttausendste Impfung in Stadt und Landkreis Fürth erhalten. Blumen gibt es dafür zwar nicht, aber dafür die Gewissheit, bald wieder mehr Freiheiten zu erlangen.

Jeder Dritte schon geimpft

Die Impfkampagne hat deutlich Fahrt aufgenommen. Bis zu 3000 Dosen werden aktuell Tag für Tag verteilt: allein 1000 im Impfzentrum in der Rosenstraße sowie den drei Außenstellen in Langenzenn, Oberasbach und Veitsbronn; bis zu 2000 kommen in den Arztpraxen in Stadt und Landkreis hinzu. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass das Impfzentrum sieben Tage die Woche geöffnet hat und die niedergelassenen Ärzte ihr Kontingent in der Regel an vier Tagen verimpfen.


Geimpft und infiziert: Was genau verhindert die Impfung?


"Jeder dritte in Stadt und Landkreis hat eine Impfung bekommen, fast jeder zehnte ist zweimal geimpft", bilanziert Landrat Matthias Dießl anlässlich des Erreichens der 100.000er-Marke. "Das gibt Hoffnung", pflichtete ihm Oberbürgermeister Thomas Jung mit Blick auf die nach wie vor hohen Inzidenzwerte im Stadtgebiet bei.

Ebenfalls am Montag wurde vermeldet, dass in Deutschland jeder dritte Bürger geimpft ist. Jung verwies auf Mut machende Beispiele wie etwa aus Passau, wo die Inzidenz mittlerweile bei 20 liegt und 50 Prozent der Einwohner - hier spielten Sonderkontingente aufgrund der zuvor extrem hohen Fallzahlen eine Rolle - geimpft seien.

Deutlich mehr Registrierungen

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Einen Appell richtete er an das Pflegepersonal in manchen Heimen, in denen sich, so Jung, teils nur 40 Prozent haben impfen lassen. "Das ist eine nicht akzeptable Zahl." Landrat Dießl erinnerte daran, dass gerade in Heimen, in denen es nochmals Corona-Ausbrüche gab, die Impfbereitschaft nochmals deutlich gestiegen sei. Gerade in letzter Zeit habe auch die Zahl der Registrierungen spürbar angezogen. Das habe auch mit den in Aussicht gestellten Erleichterungen zu tun.

Klaus Meyer, Vorsitzender der AGNF, die das Impfzentrum in Fürth betreibt, verwies darauf, dass immer wieder Termine offen bleiben, weil viele Bürger gleichzeitig den Finger für einen Termin im Impfzentrum und beim Hausarzt heben. "Das bereitet uns zunehmend Sorgen."

Sein Appell: Sich nur an einen Arzt wenden und frühzeitig anberaumte Termine beim Impfzentrum, die nicht mehr benötigt werden, abzusagen und den Account beim Online-Portal BayIMCO zu löschen.


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