Woolworth-Umfrage: „Sonderlich schön ist es nicht“

23.7.2013, 12:00 Uhr
Skeptischer Blick: Helena Tomic findet, das Woolworth-Gebäude passt nicht an diese Stelle.

© Hans-Joachim Winckler Skeptischer Blick: Helena Tomic findet, das Woolworth-Gebäude passt nicht an diese Stelle.

Helena Tomic, 38, Hausfrau und Mutter: „An sich finde ich alte Häuser schön, dieses ist es aber nicht wert, ein Denkmal zu werden. Außerdem passt es nicht zur restlichen Fußgängerzone. Fürth braucht ein neues und größeres Angebot an Geschäften, denn momentan bleibt einem nichts anderes übrig, als zum Shoppen nach Nürnberg zu fahren. Deshalb freue ich mich schon sehr auf das geplante Einkaufszentrum und würde auch einen Umbau des Woolworth-Gebäudes begrüßen.“

Helga und Georg Bauer.

Helga und Georg Bauer. © Winckler

Helga und Georg Bauer, beide 74, Rentner: „Wir hätten nichts dagegen, wenn das Gebäude unter den Denkmalschutz fällt, denn so schlecht schaut es auch nicht aus — und außerdem gehen wir bei Woolworth gerne einkaufen, man findet dort immer mal eine schöne Jacke oder ein schickes Hemd. Auch das frühere Bilka-Kaufhaus haben wir als Kinder häufig besucht. Eine Modernisierung können wir uns aber trotzdem gut vorstellen.“

Claudia und Peter Kral.

Claudia und Peter Kral. © Winckler

Claudia und Peter Kral, 50 und 60, Erzieherin und Handballtrainer: „Wir kommen aus Erlangen und wollten heute eine kleine Shopping-Tour durch Fürth machen. Von der Innenstadt sind wir aber sehr enttäuscht. Das Woolworth-Gebäude und das City-Center sind dafür gute Beispiele, sie zerstören das gesamte Stadtbild. Andererseits hat die Stadt Fürth durch ihre Feste ein besonderes Flair und wir kommen sehr gern hierher. Man könnte aus der Stadt viel machen. Dennoch müssen wir im Vergleich sagen: Erlangen lebt, Fürth stirbt.“

Gertrud Herrler.

Gertrud Herrler. © Winckler

Gertrud Herrler, 60, Hausfrau: „Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht, sonderlich schön ist es aber nicht. In dem früher beliebten Kaufhaus hatte ich als Kassiererin einen Ferienjob, an den ich gern zurückdenke. Damals konnte man nach dem Einkauf in dem hauseigenen Café entspannen oder sich im Imbiss stärken. Es wird Zeit, dass dem Gebäude neues Leben eingehaucht wird.“

Christa Zeug mit Enkeltochter Rosalie.

Christa Zeug mit Enkeltochter Rosalie. © Winckler

Christa Zeug mit Enkeltochter Rosalie, 57, Beamtin im Ruhestand: „Ich finde, man muss das Gebäude nicht mit aller Kraft erhalten, weil es solche Bauwerke häufiger gibt. Ursprünglich war es eine Kaufhalle auf drei Etagen, die ich schon seit meiner Kindheit kenne. Aber die Zeiten ändern sich, deshalb sollte man den Komplex erneuern, denn er lässt den Gesamteindruck der Stadt Fürth leiden.“
 

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