Mittwoch, 03.03.2021

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Zenngrund: Wo schlummern die Foto-Schätze?

Neues Bürger-Projekt: Zenngrund Allianz will Geschichte lebendig werden lassen - 22.08.2020 19:00 Uhr

Früher und heute: Dieses große Bild hängt im Rathaus von Langenzenn und zeigt, wie sich das Stadtbild verändert hat. Im Allianzgebiet sollen Bürger diese Vergleiche künftig im Freien anstellen können.

19.08.2020 © Repro: Svenja Schäfer


Svenja Schäfer (24) arbeitet seit 2019 zwei Tage pro Woche für die Zenngrund Allianz. Die Geografin tut dies im Auftrag der CIMA Forchheim, die sich um den Auftrag beworben hatte, den Zusammenschluss der sieben Kommunen zu managen. Als Ansprechpartnerin ist sie an den beiden Tagen in ihrem Büro im Langenzenner Rathaus anzutreffen.

19.08.2020 © Foto: privat


Das neue Bürger-Projekt soll die Geschichte der Orte lebendig werden lassen. Wir sprachen mit Svenja Schäfer, die für die Zenngrund Allianz arbeitet und das Foto-Vorhaben koordiniert.

Welche Bilder wünschen Sie sich, Frau Schäfer?

Schön wären Fotografien, die beispielsweise eine Straße in einem früheren Zustand zeigen und dann noch von heute. Oder ein Fest, eine Veranstaltung, wozu jemand eine besondere Anekdote erzählen kann, wo etwas Spannendes passiert ist. Denkbar sind auch Gebäude, die komplett verschwunden sind und durch etwas Neues ersetzt wurden. Wir sind da ganz offen.

Gilt das denn auch, was den Zeitraum betrifft?

Ja, das können die Jahre um 1900 genauso sein, wie die 1950er oder 1970er Jahre.

Wie war bisher die Resonanz auf Ihren Aufruf, in alten Alben und Kartons zu blättern und zu kramen?

Bislang ist noch nichts eingegangen. Wir haben aber auch nur einmal in den Gemeindeblättern darum gebeten, also noch nicht viel Werbung gemacht; außerdem ist Urlaubszeit. Wir werden auf jeden Fall die Heimatvereine kontaktieren, die uns sicherlich Interessantes zur Verfügung stellen können.

War das eigentlich Ihre Idee?

Nein, die Idee haben die Bürgermeister der Kommunen miteinander entwickelt. Es ist eines der priorisierten Ilek-Projekte, dieses Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept soll den ländlichen Raum stärken. Es wird damit die Idee verfolgt, die Geschichte der Orte ein Stück weit lebendig zu machen und vielleicht alte Traditionen neu zu entdecken.

Was soll mit den Fotos geschehen?

Unsere Vorstellung ist es, Sitzgelegenheiten in der Zenngrund Allianz zu schaffen, von wo aus der Blick auf ein Gebäude oder eine Straße gelenkt wird. Dort soll dann auch auf einem Plakat das vergrößerte Foto von früher zu sehen sein. Die Veränderung hätte der Betrachter genau im Blick. Die Bänke können voraussichtlich aus dem Regionalbudget finanziert werden, bei dem 100 000 Euro zur Unterstützung von Kleinprojekten zur Verfügung stehen. Der größte Teil der Summe stammt vom Amt für ländliche Entwicklung, der kleinere von den beteiligten Kommunen.

Bei Ereignissen – angefangen von einem Faschingsumzug bis zur Kirchweih – wird es schwierig, sie im Straßenraum zu dokumentieren. Was haben Sie dazu geplant?

Zugleich könnten wir eine Wanderausstellung gestalten, die durch die sieben Zenngrund-Kommunen tourt. Hier könnte man auf solche Ereignisse eingehen. Denkbar wäre auch, einen Kalender mit den schönsten Motiven anzulegen, wenn auch der Wechsel der Jahreszeiten sichtbar wird. Eine letzte Entscheidung ist aber noch nicht getroffen.

Bekommt man seine Fotografien wieder zurück?

Ja, auf jeden Fall. Jeder sollte seinen Namen, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse beilegen. Das ist auch wichtig, falls es noch Rückfragen gibt.

Ab wann soll im Zenngrund der historische Vergleich möglich sein?

Ich hoffe, dass es im Frühjahr 2021 klappt.

Wer Fotos hat, kann sie per Mail an zenngrund@cima. de senden, per Post an Zenngrund Allianz, Friedrich-Ebert-Straße 7, 90579 Langenzenn. Rückfragen können Bürger unter der Telefonnummer (0 91 01) 70 36 36 stellen.

INTERVIEW: BEATE DIETZ

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