Dienstag, 31.03.2020

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Fürther Feuerwache: Ausbau läuft auf Hochtouren

Bis zum Spätsommer soll der Komplex an der Kapellenstraße fertig sein – Fest ist geplant - 12.01.2020 10:00 Uhr

Blick auf das künftige Quartier der Berufsfeuerwehr: Der Verwaltungstrakt (links) an der Kapellenstraße wird ergänzt von Aufenthaltsräumen, Werkstätten, einer großen Fahrzeug- und einer Turnhalle. © Foto: Berufsfeuerwehr Fürth


Zwar könne man sich inzwischen vorstellen, wie es an der neuen Adresse aussehen wird, der Mannschaft wurde jüngst der Baufortschritt gezeigt. Trotzdem: So richtig zu fassen sei die Zukunft noch nicht.

Läuft alles nach Plan, verliert die alte Wache am Helmplatz im Laufe des Jahres 2020 ihre bisherige Funktion. 112 Jahre wird sie dann Fürths Brandlöscher beherbergt haben. Nicht auf einen Schlag, sondern stufenweise soll das vertraute Quartier – voraussichtlich ab dem Spätsommer – abgelöst werden vom lang ersehnten, modernen Komplex, der gerade am Schießanger entsteht.

Zweieinhalb Jahre sind seit dem offiziellen Spatenstich vergangen. Schon ziemlich weit seien die Arbeiten, sagt Gußner, man liege im Zeitplan. "Man sieht ein Licht am Ende des Tunnels."

Mehr Ruheräume

Im Eingangsbereich werden momentan Fassadenplatten befestigt, unterdessen geht es mit dem Innenausbau voran. Der Estrich ist überall drin, die Fahrzeughalle hat schon einen Fußbodenbelag. Im Verwaltungsgebäude, das direkt an der Kapellenstraße liegt, sind die Wände gespachtelt und gestrichen; gerade werden Leitungen angeschlossen. In Kürze folgen Türstöcke und der Fußbodenbelag, am Ende wird die EDV eingerichtet.

Noch nicht ganz so weit ist man in den Aufenthaltsräumen. 23 Ruhezimmer für die Nachtschicht entstehen hier. Die meisten werden mit zwei Betten ausgestattet sein, für Führungskräfte gibt es Einzelzimmer. Ein Luxus im Vergleich zur jetzigen Wache: Dort teilten sich die diensthabenden Feuerwehrmänner teils zu viert oder sechst ein Zimmer.

Ausgeschrieben werden Gußner zufolge demnächst die Aufträge für die Einrichtung der Büroräume und der Küche sowie für die technische Ausstattung der Werkstätten. Die Werkstatt für die Atemschutzgeräte etwa muss nach heutigen Ansprüchen ins Gebäude gebaut werden.

Damit sich die Brandschützer fit halten können, finden sich im neuen Komplex ein Sportraum und eine Kleinturnhalle. Letztere kann dank eines eigenen Zugangs auch von externen Gruppen genutzt werden, so Gußner.

Korso mit Blaulicht

Bezugsfertig soll der neue Komplex im Spätsommer sein. Für den Wechsel an den neuen Standort muss aber noch eine zweite Voraussetzung erfüllt sein: Ampelanlagen in der Kapellenstraße müssen so umgebaut sein, dass die Retter bei einem Einsatz schnell vom Fleck kommen. Im April sollen die Arbeiten beginnen.

Einen festen Umzugstermin für die 95 Menschen, die zu seiner Truppe gehören, gebe es daher noch nicht, sagt der Chef. Fest steht: Wenn alles bereit ist, "werden wir nicht gleich die alte Wache verlassen". Vielmehr ist in den ersten Monaten eine schrittweise Inbetriebnahme und ein Parallelbetrieb geplant: "Die verschiedenen Bereiche der neuen Wache werden Stufe für Stufe hochgefahren." Und auch davon geht Gußner aus: "Wir werden nicht klammheimlich umziehen", der historische Schritt wird gebührend gefeiert.

So viel Charme der denkmalgeschützte Jugendstilbau am Helmplatz auch hat: Längst ließ sich der Betrieb dort nur noch mit viel Improvisationsgeschick aufrechterhalten. "Wenn alle 100 Jahre eine Wache gebaut wird", sei das ein Grund, mit den Bürgern zu feiern, findet Gußner. Einen Korso aus Feuerwehrfahrzeugen mit Blaulicht hat er vor Augen – bei der Planung des Festes aber sei man noch ganz am Anfang.

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