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Donnerstag, 06.08.2020

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Giftige Flammen: Phosphorbomben im Nürnberger Land gefunden

Kampfmittelräumdienst im Einsatz - Fundort weiterhin gesperrt - 14.07.2020 10:48 Uhr

Die beiden Bomben wurden mittlerweile geborgen. 

© NEWS5 / Bauernfeind


Die beiden Bomben wurden bei Leinburg in der Nähe des Campingplatzes Heiligenmühle gefunden, dort finden zurzeit Bauarbeiten auf einem Privatgrundstück statt. Eine der Bomben war zusammen mit dem Aushub einer Grube unbemerkt am Waldrand abgelegt worden.

Ein Spaziergänger hatte dort gegen 17 Uhr aufsteigen sehen - als er sich das Ganze aus der Nähe ansah, entdeckte er einen großen Metallgegenstand in der Erde. Weil der Aushub in der Sonne lag, hatte sich der mit Phosphor gefüllte Behälter erhitzt und war schließlich in Flammen aufgegangen - zu diesem Zeitpunkt befand sich allerdings keiner der Arbeiter in direkter Nähe. Phosphor verursacht schwerste Verbrennungen, der Stoff selbst und seine Dämpfe sind hochgiftig.

Fundort bleibt gesperrt

Der Bereich um den Fundort wurde zunächst in einem Radius von etwa 150 Metern abgesperrt, auch die Verbindungsstraße von Brunn nach Leinburg war betroffen. Der anliegende Campingplatz lag ebenfalls im Sicherheitsradius, musste laut Polizei aber nicht evakuiert werden. Dann rückten Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes an und nahmen den Erdhaufen genauer unter die Lupe. Neben der bereits abgebrannten Bombe entdeckten sie dabei einen weiteren Blindgänger. Phosphor wurde vor allem im Zweiten Weltkrieg als Brandmittel eingesetzt. Beim Verbrennen können Temperaturen von weit über 1000 Grad entstehen.

Bilderstrecke zum Thema

Blindgänger in der Region Nürnberg: Eine Chronik der Bombenfunde

Alarmsirene und Bombenhagel: Spätestens seit 1941 bekamen die Nürnberger die Schrecken des Zweiten Weltkrieges hautnah zu spüren. Immer wieder drangen alliierte Flugzeugverbände in den Luftraum über der Noris ein, um die Stadt zu bombardieren. Der Krieg ist seit 1945 beendet, doch seine Zeugnisse liegen noch im Erdreich unter der Frankenmetropole begraben. Immer wieder tauchen bei Bauarbeiten und Erdrutschen verrostete Fliegerbomben auf.


Die Mitarbeiter der Firma Tauber konnten die beiden 15-Kilo-Bomben sichern und abtransportieren, sie werden nun fachgerecht vernichtet. Der Fundort bleibt allerdings weiterhin gesperrt, da nicht auszuschließen ist, dass sich im Erdreich weiteres Gefahrgut befindet.


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jru, bli, ankl

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