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Donnerstag, 22.04.2021

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Achtung Schneebruch: Deshalb sind verschneite Wälder so gefährlich

Forstbetriebsgemeinschaft warnt Spaziergänger, Freizeitsportler und Waldbesitzer - 10.02.2021 17:16 Uhr

So romantisch der Anblick auch sein mag, die Gefahr vor Schneebruch ist aktuell nicht zu unterschätzen, warnt die Forstbetriebsgemeinschaft Franken Süd.

09.02.2021 © Foto: FBG


Die aktuellen Schäden im Wald halten sich laut FBG noch in Grenzen. Insbesondere in den höheren Lagen wie zum Beispiel am Jura um Raitenbuch und Langenaltheim, aber auch dem gesamten Hahnenkamm ist die Lage jedoch angespannt.

Die FBG Franken Süd warnt Spaziergänger, Wanderer und Skilangläufer daher vor dem Betreten der verschneiten Wälder. Es besteht Lebensgefahr und die Situation in den nächsten Tagen könnte sich noch weiter verschärfen, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.


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Auch für Waldbesitzer gilt es aktuell, Ruhe zu bewahren. Mit der Aufarbeitung der geschädigten Bestände sollte unbedingt noch gewartet werden. Zuerst müssen die Forststraßen freigeschnitten und geräumt werden – nicht zuletzt, um im Notfall die Rettungswege sicherzustellen.

Auf keinen Fall alleine in den Wald

Die Aufarbeitung von Schneebruch ist mit der Windwurfaufarbeitung die gefährlichste Arbeit im Wald, wie Geschäftsführer Gernot Handke erklärt. Durch die Schneelast stehen Bäume unter Druck, und die Stämme können bereits beim Anschneiden mit der Motorsäge blitzartig aufreißen. Der Einsatz von Seilwinden zur Absicherung der Bäume ist daher unabdingbar, und auch auf die richtige Schnitttechnik ist unbedingt zu achten. Zudem lautet der Appell des Fachmanns, auf keinen Fall alleine in den Wald zu gehen und in jedem Fall an die persönliche Schutzausrüstung zu denken.

Die FBG Franken Süd rät ihren Mitgliedern und allen Waldbesitzern, abzuwarten, bis sich die Lage entspannt hat. Erst, wenn die Forstwege frei sind, sollte das Schadholz in aller Ruhe aufgearbeitet und zum Lagerplatz gerückt werden. Der Holzmarkt ist noch aufnahmefähig, und die Preise für Frischholz sind auf einem stabilen Niveau.

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Die anfallenden Schadholzmengen sollten bei der FBG vorab gemeldet werden. Bei größeren Schadholzmengen empfiehlt es sich, die Aufarbeitung mit Forstmaschinen ins Auge zu fassen. Sowohl Holzerntemaschinen als auch mehrere motormanuellen Waldarbeitertrupps sind derzeit im Landkreis aktiv und können vermittelt werden.

Betroffene Waldbesitzer können unter 09142/204670 oder email@fbg-frankensued.de einen Besichtigungstermin vereinbaren.

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