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BI fordert von Center Parcs belastbare Fakten und schlüssige Antworten

Gegner des Center Parcs-Projekts befürchten eine größere Gesamtfläche - 12.03.2021 06:02 Uhr

Ein Mitglied der Bürgerinitiative „Seenland in Bürgerhand“ hat die Karte überarbeitet. Diese zeigt nun laut BI die neue Gesamtfläche für den geplanten Freizeitpark.

11.03.2021 © Karte: Bürgerinitiative „Seenland in Bürgerhand“


Die BI fordert belastbare Fakten und schlüssige Antworten zu den vielen offenen Fragen des Projekts "Center Parcs im Fränkischen Seenland" Vor den Informationsveranstaltungen in der Stadthalle Gunzenhausen und der Gemeinde Pfofeld geht sie in einer Pressemitteilung auf einige ihrer Ansicht nach kritische Punkte ein. Eine reine Versicherung des Projektmanagers Jan Janssen, dass die erheblichen aktuellen finanziellen Schwierigkeiten des Mutterkonzerns P&V keine negativen Auswirkungen auf das Projekt im Fränkischen Seenland haben würden, genüge nicht.


Center Parcs präsentiert im März erste Pläne und Ergebnisse aus Studien


Notwendig sei, ein klares und transparentes Finanzierungskonzept für den Park offenzulegen und nachvollziehbar zu erklären, warum die finanziellen Probleme des Mutterkonzerns keine Auswirkungen hätten. Der endgültige Käufer des Areals müsse natürlich den aktuellen Bonitätskriterien der BIMA entsprechen. Was bei finanziellen Problemen oder fehlendem Kapital eines Investors passieren kann, zeige zum Beispiel der Wohnpark "Fränkisches Meer" in Pleinfeld. Ein solches Szenario gelte es von vornherein auszuschließen.

Größere Gesamtfläche sorgt für Aufregung

Mit Erstaunen registriert die Bürgerinitiative die "plötzliche Erweiterung der Gesamtfläche des Projekts". Bisher habe Jan Janssen immer lediglich von 150 Hektar Gesamtfläche gesprochen. Die jetzt angekündigten 169 Hektar würden bedeuten, "dass sowohl die Fläche des THW als auch das ehemalige Gelände der Euterpe dem Projekt zugestanden werden". Und: "Wieder erfahren Anwohner erst aus der Presse davon, und wieder werden zwei Grundstücke an der Gemeinde vorbei veräußert. Noch bei Informationsveranstaltungen im vergangenen Jahr habe Jan Janssen eine Verwendung der Euterpe auf Frage eines Anwohners ausdrücklich verneint.

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Zu Besuch in Leutkirch: So könnte ein Center Parc am Brombachsee aussehen

Der "Center Parcs Park Allgäu" wurde im Oktober 2018 eröffnet und umfasst 1000 Ferienhäuser verschiedener Ausstattung und Größe. Auf über 180 Hektar erstreckt sich das Feriendorf, das 350 Millionen Euro kostete. Wie das Areal bei Langlau handelt es sich um eine ehemalige Munitionsanstalt. Auch deshalb kann man ihn als Vorbild für eine Center Parcs-Anlage auf dem Muna-Gelände am Brombachsee sehen.


Laut dem Bericht sollten auch lediglich 25 Hektar der Fläche bebaut werden. Entscheidend werde bei der Vorstellung des Masterplans jedoch nicht die bebaute Fläche des Areals sein, sondern die entscheidende Größe sei die zu zerstörende Waldfläche, um das Projekt im Bau zu realisieren und verkehrstauglich im Sinne des Baurechts zu machen. Der daraus resultierende Schaden für das Ökosystem werde nach wie vor immens sein, befürchtet die BI.

Originalgutachten gefordert

Für eine sachlich fundierte Diskussion auf Augenhöhe sehe man eine umgehende Veröffentlichung aller dem Masterplan zugrunde liegenden Originalgutachten als zwingend notwendig an. Trotz wochenlanger Nachfragen seien diese der BI bisher weder von den offiziellen Stellen noch von Center Parcs zur Verfügung gestellt worden. Mit den aufbereiteten Ergebnissen alleine, welche am Dienstag vorgestellt werden sollen, könne sich die BI nicht zufriedengeben.

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Der Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen und der Zweckverband Brombachsee luden zur Infofahrt. In Leutkirchen besichtigte man den jüngsten Center Parc und bekam einige Antworten auf brennende Fragen, was die umstrittene Ansiedlung eines neuen Center Parcs am Brombachsee betraf. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie gesammelt:


Abschließend: "Wir hoffen endlich auf konkrete Aussagen und Pläne und nicht auf die nächste Runde der Center Parcs-Marketing-Tour, bei der durch die Kommunikationsprofis des Konzerns die Politik und die Bevölkerung in der Region für sich gewonnen werden sollen."

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