CSU Gunzenhausen nominiert ihre Kandidaten

Wolfgang Dressler
Wolfgang Dressler

Altmühl-Bote

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23.11.2019, 17:21 Uhr
Nach der zügig durchgeführten Nominierung stellten sich die frischgekürten Kandidaten der CSU für die Stadtratswahl 2020 dem Fotografen.

Nach der zügig durchgeführten Nominierung stellten sich die frischgekürten Kandidaten der CSU für die Stadtratswahl 2020 dem Fotografen. © Wolfgang Dressler

Einen Vorschlag auszuarbeiten für die 24 Stadtratsbewerber der Partei sei auch diesmal eine interessante, schöne und nicht immer einfache Aufgabe gewesen. Unterm Strich habe man eine überzeugende Liste aufstellen können, mit der man gute Chancen habe, im nächsten Stadtparlament wieder stark vertreten zu sein. Der Ortsvorsitzende sprach von einer guten Mischung, was die Berufe der Kandidaten und das Verhältnis von erfahrenen Kräften und neuen Gesichtern angehe. Unterm Strich verfüge man über 24 Bewerber, die alle Engagement für die Allgemeinheit aufbringen wollten und in den meisten Fällen auch schon bewiesen hätten.

Wie die Mitgliederversammlung weiter hörte, streben alle zehn amtierenden CSU-Stadträte erneut ein Mandat an, außerdem zwei Ortssprecher. Zudem habe man aus dem CSU-Ortsvorstand potente Bewerber gewinnen können. Auch die örtliche Verteilung von zwölf Kandidaten aus der Kernstadt und den anderen zwölf aus den Ortsteilen hob Kolb positiv hervor.

Der Blick auf die Liste zeigt, dass ganz vorne Bürgermeister Karl-Heinz Fitz steht. Er soll natürlich möglichst viele Stimmen für seine Partei holen. Friedrich Kolb bezeichnete ihn als "Teamkapitän". Fitz’ Hauptaugenmerk liegt in den nächsten Monaten darauf, erneut das Vertrauen der Gunzenhäuser zu erringen und somit eine weitere Amtszeit als Bürgermeister absolvieren zu können. Er war bereits Anfang Juli nominiert worden.

Der Blick auf die Liste macht auch deutlich, dass Frickenfelden bemerkenswert stark präsent ist mit fünf Bewerbern. Aus dem ebenfalls großen Ortsteil Unterwurmbach kommt dagegen nur ein CSU-Kandidat.

Von den 24 Bewerbern sind sechs weiblich. Dazu merkte Bürgermeister Fitz an, ein Anteil von 50 Prozent wäre sicherlich wünschenswert und gut, aber es mache nach seiner Auffassung keinen Sinn, Frauen aufzustellen, die eigentlich nicht kandidieren wollten oder im Falle ihrer Wahl das Mandat ablehnten. Eine möglichst hohe Frauenquote könne deshalb kein Selbstzweck sein. Die Kandidatenliste, die der Ortsvorstand vorgelegt hatte, fand das Wohlwollen des Bürgermeisters, da es gelungen sei, Bewerber aus den verschiedensten Berufsgruppen zu finden. Fitz wollte das Wort "Wahlkampf" für die Zeit bis zum 15. März 2020 vermeiden, vielmehr solle es eine "sachliche Phase" werden.

Ansporn vom Kreisvorsitzenden

Etwas deutlicher wurde CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Manuel Westphal in seinen Ausführungen. Die Kandidaten der CSU in Gunzenhausen zeichneten sich durch eine starke Verwurzelung in der Gesellschaft aus. Er gehe davon aus, dass die Partei tatsächlich einen "Wahlkampf" bestreiten werden, denn dazu gehöre auch immer, sich mächtig anzustrengen. Seinem Parteifreund Karl-Heinz Fitz und der CSU-Stadtratsfraktion bescheinigte er knapp sechs erfolgreiche Jahre in und für Gunzenhausen. Vor allem setze sich Fitz mit aller Kraft für die Interessen seiner Kommune ein, ohne die Belange des Landkreises (Fitz ist auch im Kreistag) aus den Augen zu verlieren, und das beeindrucke ihn sehr, sagte Westphal. Der Meinheimer hat bekanntlich auch einen Wahlkampf vor sich – er strebt das Amt des Landrats in der Nachfolge von Gerhard Wägemann (CSU) an.

Der CSU-Stadtverband wird auch diesmal die "Ochsentour" auf sich nehmen und Wahlveranstaltungen in allen Ortsteilen durchführen, kündigte Friedrich Kolb abschließend an. "Wir werden uns dem Wähler stellen und für unsere Ideen werben." Die ersten Versammlungstermine sind für Januar vorgesehen. Dabei werde man sich auf die eigenen Schwerpunkte und Ziele konzentrieren, und es sei relativ egal, was die politische Konkurrenz machen werde, so Kolb. Dem Ortsvorstand ist bewusst, dass die CSU traditionell stark in den Dörfern ist, dem will man Rechnung tragen. Nicht zuletzt erinnern sich die Verantwortlichen genau daran, dass 2014 der Umschwung von Amtsinhaber Joachim Federschmidt (SPD) zu Herausforderer Karl-Heinz Fitz durch überdurchschnittlich viele Stimmen für die CSU in den Ortsteilen gelang.

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