Sport in der Region

Enduro 2021 in Treuchtlingen: Super Stimmung und Sonne satt

MK
Milena Kühnlein

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26.10.2021, 05:10 Uhr
Strahlender Sonnenschein, schöne Herbststimmung beim Enduro-Rennen: Die Fahrer waren mit den Rahmenbedingungen sehr zufrieden.

Strahlender Sonnenschein, schöne Herbststimmung beim Enduro-Rennen: Die Fahrer waren mit den Rahmenbedingungen sehr zufrieden. © Foto: Milena Kühnlein

Am Sonntag, 24. Oktober, kamen Menschen von überall her nach Treuchtlingen. Bei zapfig kalten Temperaturen und strahlendem Sonnenschein sah man in der ganzen Stadt Menschen auf hochwertigen Mountainbikes fahren.

Das Specialized Enduro Treuchtlingen 2021 fand auch in diesem Jahr unter Pandemie-Bedingungen statt. Es wurde außerdem – zum ersten Mal in Treuchtlingen – die Deutsche Meisterschaft in den Klassen Elite Herren, Damen, Masters und U19 ausgetragen. Die gesamt genommen etwa 30 Kilometer lange Strecke verteilte sich über sechs Stages und hatte knapp 700 Höhenmeter. Es hatten sich rund 400 Menschen unterschiedlichster Nationen angemeldet, um in verschiedenen Klassen über die Trails zu fahren.

Hatte Spaß beim Event: Werner Baum fährt privat auch gerne Fahrrad.

Hatte Spaß beim Event: Werner Baum fährt privat auch gerne Fahrrad. © Foto: Milena Kühnlein

Heuer gab es keinen Trainingstag am Samstag, die Strecken wurden als "Blind-Stages", also unbesehen, gefahren. Los ging es im Heumöderntal schon um 8.15 Uhr, der Start- und Zielbereich war entzerrt am Volksfestpatz aufgebaut.

Als Zuschauer hatte man die Chance, an der Talstation oder den unterschiedlichen Start- und Zielpunkten das Geschehen zu beobachten. Natürlich waren einige neugierige Treuchtlinger vor Ort, aber vor allem waren es Begleitpersonen, Familien und Freunde der Fahrer.

David Lischka vom Fahrradfachgeschäft Velovita in Weißenburg war vom Wetter, von der Organisation und der Stimmung restlos begeistert. "Das Wetter spielt uns in die Karten. Nebelfrei war es in der Früh, glaube ich, noch nie." An die Regeln hätten sich alle "sehr diszipliniert" gehalten und auch die Strecken seien gut präpariert, erzählte er. Mit zwei Ordnern in den Händen positionierte er sich am Zielpunkt einer Stage und erkundigte sich nach der Lage.

"Ein super Event!"

Ein dunkel gekleideter Fahrer kämpfte sich gerade schnaufend ins Ziel. "Sehr geil!", rief er seinem Kumpel zu, der schon auf ihn wartete. Die beiden heißen Marcin Pala und Christian Jeschek, und sind sichtlich beeindruckt. "Es ist echt ein super Event, die Pisten sind in gutem Zustand", so Jeschek.

Daumen hoch für die Trails: Die Fahrer Marcin Pala und Christian Jeschek waren sichtlich überzeugt von den Strecken.

Daumen hoch für die Trails: Die Fahrer Marcin Pala und Christian Jeschek waren sichtlich überzeugt von den Strecken. © Foto: Milena Kühnlein

Entfernt hörte man Bremsgeräusche und auf dem Waldboden rutschende Reifen. Der nächste Fahrer kam ins Ziel, angefeuert von einigen Zuschauern und Ordnern. Übertönt wurden die "Let’s go" und "Auf geht’s!"-Schreie nur von dem röhrenden Rotwild, das in regelmäßigen Abständen zum innigen Brunftschrei ansetze. Neben dem Wildgehege übten wiederum die kleinsten Fahrer, teilweise noch mit Laufrädern, auf der kleinen Buckelpiste.


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Einige Meter weiter in der Talstation, empfing eine Familie gerade den einfahrenden Fahrer. "Papa, du warst voll gut!", strahlte die kleine Tochter ihren noch keuchenden Vater an. Der lachte nur und erwiderte "Echt, war ich gut?" Der ehemalige Treuchtlinger Bürgermeister und stellvertretender Landrat Werner Baum schlenderte gemütlich an der Szene vorbei. Er war gerade erst am Ort des Geschehens angekommen. "Die Location ist einmalig", kommentierte er. "Ich bin überwältigt, wie viele Starter von überall her hier sind. Die Atmosphäre begeistert mich", so Baum. "Was dieses Event der Region bringt, das ist nicht ohne".

Ein weiterer Fahrer kam nebenan ins Ziel und begrüßte seinen Kumpel mit einem Knöchelschlag. Pascal Köhler kam extra aus Nordrhein-Westfalen aus der Nähe von Dortmund nach Treuchtlingen. "Es lief mega gut, es ist eine schöne Stage." Wie er die kleine Sprungschanze genommen hat, damit sei er zufrieden. "Je nachdem wie man da landet, kann man noch ein bisschen Zeit rausholen", erklärte er.

An dieser kleinen Schanze, die am Hang aus dem Wald heraus angelegt wurde, sammelten sich einige Zuschauer. So mancher Fahrer zeigte nämlich mit ordentlichem Schwung dabei beachtlich hohe Sprünge.

Etwas darüber am Trail ist ein steiler Abschnitt mit vielen Steinen und Wurzeln, auch das wollten sich die Besucher nicht entgehen lassen. Jeder Fahrer wurde leidenschaftlich und laut angefeuert, egal wie schnell oder langsam diese Passage gefahren wurde. Einer von ihnen war Martin Rupp. Er kam strahlend unten an. "Natürlich freut man sich sehr über die Zuschauer, aber ein bisschen hat man auch seinen Tunnelblick", sagte er noch außer Atem.

Eine große Familie

Die Stimmung, so ließ es sich allerorts beobachten, war an diesem Tag grundlegend sehr gut. Beim Enduro-Rennen trifft sich quasi eine internationale Familie, die gemeinsam ihrem Hobby nachgeht. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um den gestandenen Profifahrer oder den Hobby-Biker handelt.


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Die Ergebnisse der Rennen: Das Men-Race hat Christian Textor gewonnen, bei den Frauen hatte Raphaela Richter die Nase vorn. Im Masters-Rennen gewann Nino-Mlader Antic. In der Klasse U19 gewann Tobias Kunzmann, bei den Frauen Anna-Lena Liedl.

Bei der U17 waren jeweils Leon Lahm und Lotta Weinmann die ersten. Bei der U15 Mixed gewann Kilian Krügl, bei der U13-Mixed fuhr Lois Eller als erster ins Ziel. Aus technischen Gründen wurde Stage sechs aus der Wertung entnommen.

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