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Montag, 16.09.2019

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Erfolg mit Blumen und Piepmätzen

Michaela Schneider schuf das Logo der Gartenschau – und darf 2020 auch für Ingolstadt ran. - 05.09.2019 17:09 Uhr

Die Grafikdesignerin Michaela Schneider, gebürtig aus Dinkelsbühl, hat den Logowettbewerb für die Gartenschau Wassertrüdingen gewonnen und wird auch für Ingolstadt als Nachfolgestadt tätig. © Peter Tippl


Michaela Schneider, die mit ihrer Familie in Frankfurt/Main lebt, hatte im Urlaub im elterlichen Haus in Dinkelsbühl vor rund vier Jahren vom Wettbewerb für ein Gartenschau-Logo in Wassertrüdingen erfahren und sich beworben. Und sie ging gründlich an ihre Entwürfe heran. In Wassertrüdingen, gesteht sie, war sie trotz der geringen Entfernung von Dinkelsbühl zuvor noch nicht. Mit 17 Jahren wechselte sie vom Gymnasium Dinkelsbühl zur Grafik-Fachschule nach Würzburg und schloss das Studium in Mainz ab.

In den Ferien und "selbstverständlich" zur Kinderzeche kam sie immer zur Familie nach Dinkelsbühl heim. Dort wurde sie auf die Ausschreibung der Gartenschaugesellschaft aufmerksam. Sie beschloss, sich zu bewerben – und Wassertrüdingen kennenzulernen: "Zuerst einmal durchgefahren, auf eigene Faust durch die Stadt spaziert und dann mit Markus Steinhöfer eine Führung erlebt", erinnert sie sich. "Erlebt und genossen", wie sie hinzufügt.

Diese Stadtführung war möglicherweise der Schlüssel zum Zuschlag für die Gestaltung der Grafiken und Werbemittel für die Gartenschau. Welche Menschen in Wassertrüdingen leben, was den Ort auszeichne, hatte ihr Gästeführer Steinhöfer erzählt. Auch wurde sie bei der Führung auf die verschiedenen Häuserfarben aufmerksam – und auch auf die weiß-schwarz gestalteten Fensterläden am Wahrzeichen Törle.

Damit stand die Farbwahl fest: Die Basis war rosa, am Marktplatz fand sie eine grüne Hausfassade, dazu die Fensterläden des Törle. Dieses Wahrzeichen musste als Erkennungsmerkmal überall präsent sein.

Beim Design-Wettbewerb erreichte sie die Endrunde und erhielt letztendlich den Zuschlag. "Eine echte Handschrift für die Stadt und die Gartenschau", lautete die Begründung der Jury zu den Entwürfen. Und: "Der gesamte Auftritt schafft eine charmante und eigenständige Welt aus Farben, Bildern und Illustrationen, die auch noch im kleinsten Element Freude und Unverwechselbarkeit zum Ausdruck bringen."

Im Januar 2016 ging Michaela Schneider an die Arbeit: Geschäftsauftritt, Visitenkarten, Außenwerbung, Flyer und Schilder – sie ließ das Motto "Wasser, Garten, Trüdingen" überall einfließen. Bis ins kleinste Detail, wie etwa die aufgemalten "Piepmätze" auf den Gartenschauwegen durchdachte sie das Konzept. Sie wollte, dass die Wassertrüdinger stolz sind auf ihre Gartenschau und die Besucher die Hesselbergstadt als liebenswerten Ort erleben.

Schneider ist glücklich, Teil der nun zu Ende gehenden Gartenschau gewesen zu sein. Erfolgreich war diese nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für sie selbst: Ihre Arbeit sprach sich bis nach Ingolstadt, den Ausrichter der Landesgartenschau 2020, herum. Und so erhielt sie auch für die grafische Gestaltung dort den Zuschlag. Dieses Logo richtet sie mit Blick auf die "Autostadt" allerdings ganz modern aus.

InfoDie Gartenschau ist nur noch bis Sonntag jeweils von 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet 

PETER TIPPL E-Mail

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