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Mittwoch, 16.10.2019

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Feuerzeuge getestet: Mann löst Großeinsatz in Pflegeheim aus

Zimmer stand in Flammen - 150 Einsatzkräfte waren vor Ort - 17.04.2019 12:47 Uhr

Den Ermittlungen der Polizei zufolge hatte ein Bewohner der soziotherapeutischen Einrichtung für chronisch alkoholkranke Menschen am späten Nachmittag in seinem Zimmer alte und vermeintlich leere Gasfeuerzeuge ausprobiert. Der 60-Jährige, ein starker Raucher, befand sich gerade auf der Toilette, als die Matraze seines Betts Feuer fing. Er öffnete daraufhin die Tür — mit der Folge, dass das Bett aufgrund der Sauerstoffzufuhr rasch in Vollbrand geriet. Der 60-Jährige informierte daraufhin das Aufsichtspersonal, das sofort einen Brandalarm absetzte.

Weil zunächst von einem großen Schadensfall ausgegangen werden musste, rückten die örtliche Feuerwehr zusammen mit den Wehren aus den umliegenden Ortschaften — auch die Gunzenhäuser Brandschützer waren vor Ort — mit einer Mannschaftsstärke von rund 150 Feuerwehrleuten an. Mit viel Löschwasser bekamen die Einsatzkräfte die Flammen binnen kurzer Zeit in den Griff und verhinderten, dass sich der Zimmerbrand auf weitere Gebäudeteile ausbreitete.

Der 60-jährige Mann kam bei dem Vorfall mit dem Schrecken davon. Allerdings mussten drei Aufsichtspersonen mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung vom BRK vorsichtshalber ins Gunzenhäuser Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei Gunzenhausen schätzt den entstandenen Schaden auf rund 40 000 Euro. "Es war zuerst ein großer Schreck, doch ist alles noch einmal relativ glimpflich abgegangen", so die diensthabenden Beamten.

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