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Gnotzheim: Jürgen Pawlicki will Bürgermeister werden

Der 48-Jährige setzte sich bei der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbands durch - 17.01.2020 18:08 Uhr

Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeisterkandidat Jürgen Pawlicki, Wahlausschussleiter Michael Müller, CSU-Ortsverbandsvorsitzenden Wolfgang Braun, Hermann Bock, Christian Kritsch, Lothar Kamm, Christian Bauer, Florian Sticht, Stefan Krach, Simon Wagner, Manfred Scheurer, Anton Brattinger jun., Tobias Katzer, Florian Remberger, Wahlausschussmitglied Gerlinde Remberger und den noch amtierenden Bürgermeister Josef Weiß; auf dem Bild fehlen Norbert Merk und Angelika Riedelsheimer. © Thomas Pawlicki


218 wahlberechtige Gemeindebürger wurden von CSU-Ortverbands-Vorsitzendem Wolfgang Braun in der proppenvollen Mehrzweckhalle begrüßt. Mit Gerlinde Remberger, Josef Weiß und Michael Müller stellte er sodann den Wahlausschuss vor. Wahlausschussleiter Michael Müller brachte, in einer ruhigen und belesenen Art und Weise, den Wahlberechtigten die Gesetze und weitere Vorgehensweise bei den Wahlen zur Nominierungsversammlung nahe und gab den beiden Bürgermeisterkandidaten Gelegenheit, sich den Besuchern in der Mehrzweckhalle kurz vorzustellen.

Der gebürtige Oberpfälzer und frühere Berufssoldat Thomas Schmal, fand über die Bundeswehr den Weg nach Gnotzheim, ist aktuell Mitglied des Gemeinderats und hat das Amt des 2. Bürgermeisters inne. Schützenmeister Schmal erklärte bei seiner Vorstellung seine Beweggründe für die Kandidatur und nannte seine mittel- und langfristigen Ziele für die Gemeinde.

Anschließend kam der Gnotzheimer Jürgen Pawlicki zu Wort. Der 48-jährige Lebensmittelkontrolleur, der in der Gemeinde in mehreren Vorstandsgremien tätig und als Macher und Organisator von zahlreichen Veranstaltungen und Festlichkeiten bestens bekannt ist, unterstrich seine Rede mit zahlreichen Bildern. Die politischen Ziele – Schaffung von neuem Bauland für junge Gemeindebürger, Erhaltung des Grundschulstandortes und des Kindergartens, Baulückenschluss im Ortskern, Lösungsfindung des Jugendraumproblems und ein gutes Miteinander in der Gemeinde – waren nahezu identisch, was aber aufgrund der Größe der Marktgemeinde mit ihren Ortsteilen Gnotzheim, Spielberg, Weilerau und Simonsmühle und derzeit rund 820 Gemeindebürgern von vorne herein klar war, dass keiner der beiden Kandidaten zur Wahl "das Rad neu erfinden würde".

Wahlleiter Michael Müller rief nun zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten auf und präsentierte nach der Auszählung allerdings ein eindeutiges Ergebnis. "Bei 218 Wahlberechtigten gab es vier Enthaltungen – Thomas Schmal bekam 52 Stimmen und Jürgen Pawlicki vereinte stolze 162 Wahlstimmen auf sich, was bedeutet, dass er bei der anstehenden Kommunalwahl am 15. März als gesetzter Bürgermeisterkandidat auf der Liste ,CSU/Freie Bürger ins Rennen geht" erklärte Müller sachlich. Auf die Frage aus der Versammlung, ob Thomas Schmal weiter Bürgermeister-Ambitionen habe, verneinte dieser, enttäuscht aber fair, mit den Worten "ich akzeptiere diese Wahl, strebe keine zusätzliche Nominierungsversammlung an und wünsche dem Jürgen für die Wahl viel Erfolg!"

Danach rief Wahlleiter Michael Müller zur Nominierungswahl für den Gemeinderat auf und erklärte, dass in den Marktgemeinderat acht Personen zu wählen sind, sich aber durchaus 16 Personen auf die Liste setzen lassen können. Im Vorfeld erklärten sich schon zwölf Bürger bereit zu kandidieren, aus der Versammlung kamen noch zwei Personen dazu, so waren es am Ende 14 wählbare Gemeindebürger, die sich kurz den Anwesenden vorstellten.

Nach dem Wahlgang zog ein Bewerber seine Kandidatur zurück, sodass nun 13 Gemeinderatskandidaten auf der Liste stehen, die auf Grund ihrer erhaltenen Stimmen, wie folgt platziert sind: 1. Florian Remberger (39 Jahre, Lebensmitteltechnologe; 2. Anton Brattinger jun. (38 Jahre, Personalfachkaufmann), 3. Stefan Krach (35 Jahre, Konstrukteur), 4. Lothar Kamm (59 Jahre, Verwaltungsangestellter), 5. Tobias Katzer (31 Jahre, Gärtnergeselle), 6. Hermann Bock (49 Jahre, Polier), 7. Simon Wagner (30 Jahre, Zimmerermeister), 8. Christian Kritsch (44 Jahre, leitender Angestellter), 9. Christian Bauer (36 Jahre, Entwicklungsingenieur), 10. Florian Sticht (22 Jahre, Bankkaufmann), 11. Angelika Riedelsheimer (61 Jahre, Rentnerin), 12. Norbert Merk (40 Jahre, Schreiner), 13. Manfred Scheurer (48 Jahre, Industriemechaniker).

Nun ist man in der Gemeinde Gnotzheim gespannt, ob nicht noch ein(e) weiterer Bürgermeisterkandidat(in) eine eigene Nominierungsversammlung anstrebt, was bis maximal 3. Februar 2020 zulässig wäre. Ansonsten gilt bei der Wahl am 15. März: Das Kreuz beim Bürgermeisterkandidaten anbringen oder einen wählbaren Gemeindebürger per Hand auf den Wahlzettel schreiben. Eines scheint derzeit klar zu sein: Die besten Chancen neuer Bürgermeister von Gnotzheim zu werden, hat aktuell Jürgen Pawlicki.

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