Gunzenhausen: Der Rufbus wird zum Vorbild

4.9.2019, 17:17 Uhr
Wird zum „Erfolgsmodell“: der Gunzenhäuser Rufbus, hier bei seiner Präsentation im Januar dieses Jahres.

Wird zum „Erfolgsmodell“: der Gunzenhäuser Rufbus, hier bei seiner Präsentation im Januar dieses Jahres. © Marianne Natalis

Schon mehr als 1400 Fahrten belegen den Erfolg des Projekts. Das Verkehrsministerium ist von der Vorbildfunktion für andere Kommunen überzeugt und unterstützt den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen durch die Übernahme von 70 Prozent des Betriebskostendefizits. Dies hat der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal gemeinsam mit Bürgermeister Karl-Heinz Fitz bekannt gegeben.

Der Rufbus verbindet die Stadt mit allen Ortsteilen und stellt eine bedarfsgerechte Ergänzung zum Stadtbus dar. Der Bus fährt nur, wenn er auch angefordert wird. Linien und Haltestellen sind festgelegt. Das Modell leistet damit auch einen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz.

"Der Rufbus in Gunzenhausen ist ein Erfolgsprojekt und Vorbild für andere Kommunen. Der Freistaat Bayern unterstützt den Landkreis daher gerne mit 70 000 Euro im Jahr 2019", verdeutlicht Westphal.

Und auch Bürgermeister Fitz betont: "In Gunzenhausen wird der Rufbus bestens genutzt und ergänzt unseren Linienverkehr. Lücken im ÖPNV auf einzelnen Streckenabschnitten können damit geschlossen werden. Ich bin mir sicher, dass das System auch auf andere Kommunen – gerade im ländlichen Raum – anwendbar ist. Ich freue mich, dass Gunzenhausen hier eine Vorreiter- und Vorbildfunktion eingenommen hat."

Klar, dass die Nachricht aus München auch den "Vater des Rufbusses" mit großer Genugtuung erfüllt: "Es hat Jahre gedauert, bis wir die Verwaltung und den Nahverkehrsausschuss überzeugen konnten, dass ein Rufbus eine Verbesserung für die Mobilität im ländlichen Raum bringt", erinnert sich Stadtrat Dr. Werner Winter. "Nun wird er zum Erfolgsmodell!"

Seine Partei, die Freien Wähler, lässt er per Pressemitteilung wissen, freuten sich jedenfalls, "dass ihre Anregung eine Verbesserung für die Anbindung der Stadtteile an die Kernstadt gebracht hat".

Das Verkehrsministerium will die Kommunen beim Ausbau der Rufbus-Systeme noch weiter unterstützen. 2019 sollen mit dem "Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum" etwa 40 Rufbussysteme mit rund fünf Millionen Euro gefördert werden.

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