Freitag, 07.05.2021

|

Gunzenhausen: Fachleute besorgt wegen Corona-Zahlen

Die Werte bleiben auf hohem Niveau, die Zahl der Klinik-Patienten dürfte steigen. - 02.04.2021 17:10 Uhr

Ein beatmeter Corona-Patient auf der Intensivstation: Christoph Schneidewin, Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, befürchtet, dass diese Fälle auch hier im Landkreis wieder zahlreicher werden.

02.04.2021 © Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa


Das Infektionsgeschehen im Landkreis kann weiterhin, so das LRA, als diffus bezeichnet werden. Einzelne Hotspots sind nicht auszumachen. Weiterhin treten zunehmend Virusmutationen, vor allem die britische Mutante B 1.1.7, auf.

Im Vergleich zu den Vorwochen seien mittlerweile auch wieder zahlreiche Einrichtungen von Corona-Infektionen betroffen. Quarantäne-Maßnahmen gelten demnach derzeit für das Kinder- und Familienzentrum Wilhelm Löhe und den St.-Josef-Kindergarten in Gunzenhausen, die Kinderkrippe Haundorf, die Grundschule und den Kinderhort in Ellingen, die Grundschule Pleinfeld und die Senefelder-Schule in Treuchtlingen. In Weißenburg sind der SVE Sprachkindergarten, die Fachoberschule, die Mittel- und die Grundschule betroffen.

Im Feierabendhaus Büchelberg, bei Regens Wagner Müßighof Absberg und bei Regens Wagner Gunzenhausen sind Quarantänemaßnahmen aufgrund einzelner positiv getesteter Mitarbeiter notwendig. Bei Betrieben in Solnhofen, Wettelsheim und Weißenburg wurden Mitarbeitende positiv getestet und Quarantänemaßnahmen verhängt.

Bis zum 31. März wurden 10 968 Erstimpfungen im Impfzentrum Atmühlfranken in Gunzenhausen durchgeführt, außerdem 4654 Zweitimpfungen. Für die kommende Woche steht im Vergleich zu den bisherigen Lieferungen viel Impfstoff zur Verfügung, sodass von Mittwoch bis zum Dienstag der folgenden Woche täglich von 8 bis 21 Uhr Impfungen durchgeführt werden können.

Bilderstrecke zum Thema

Von Biontech bis Valneva: Die Corona-Impfstoffe im Überblick

Im Namen der 27 Staaten hat die EU-Kommission bisher Verträge mit mehreren Impfstoff-Herstellern abgeschlossen und so rund 2,3 Milliarden Dosen verschiedener Mittel gesichert. Weitere sollen folgen. Ein Überblick.


An sechs Tagen wird der Impfstoff von BionTech verimpft, an einem der von AstraZeneca – Letzterer aufgrund des bundesweiten Beschlusses ausschließlich über 60-Jährige. Personen unter 60, die bereits die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollen sich laut Landratsamt zunächst auf keinen Fall von der Zweitimpfung abmelden. Es wird in Kürze eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) erwartet, das Landratsamt wird dann entsprechend informieren.

Mittlerweile haben alle Personen der obersten Priorisierungsgruppe, die sich für eine Impfung registriert haben, ein Impfangebot erhalten. Nun folgen Einladungen an Personen der zweiten Priorisierungsgruppe.

Die konkrete Zahl der durchgeführten Impfungen im Landkreis kann ab sofort nicht mehr mitgeteilt werden, da eine Information über die Anzahl der durch die Hausärzte durchgeführten Impfungen nicht vorliegt. Die Impfungen am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen werden weiterhin auf der Homepage des Impfzentrums veröffentlicht.

Das Impfzentrum bittet Personen, die vom Hausarzt geimpft wurden, darum, ihren Account im BayIMCO unter https://impfzentren.bayern/citizen/ zu löschen. Somit wird verhindert, dass Termineinladungen an Personen vergeben werden, die bereits geimpft wurden.

15 Corona-Patienten im Klinikum Altmühlfranken

Derweil verschärft sich die Corona-Lage im Klinikum Altmühlfranken: Derzeit werden dort 15 Covid-Patienten behandelt, drei davon auf der Intensivstation, einer von ihnen wird beatmet.

"Die Zahl der infizierten Patienten nimmt in den letzten Tagen stark zu, in den letzten zwei Wochen hat sich die Zahl verdreifacht", berichtet Klinik-Vorstand Christoph Schneidewin auf Anfrage des Altmühl-Boten. "Aufgrund der steigenden Inzidenz im Landkreis müssen wir davon ausgehen, dass die Zahl der krankenhausbehandlungsbedürftigen Covid-Patienten in den nächsten Tagen und Wochen weiter steigen wird."

Bilderstrecke zum Thema

Diese Bußgelder drohen bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Wer sich nicht daran hält, für den kann es teuer werden. Eine Übersicht.


Zwar gebe es "derzeit noch freie Intensivbetten für Covid-Patienten. Gerade in den größeren Kliniken der Region stehen aber so gut wie keine Behandlungsmöglichkeiten mehr zur Verfügung, sodass eine Verlegung dieser Patienten kaum mehr möglich ist", so Christoph Schneidewin weiter.

"Die Entwicklung erfüllt uns mit großer Sorge", sagt der Experte, "und wir hoffen, dass durch geeignete Maßnahmen und vor allem durch das angemessene Verhalten der Bevölkerung die Inzidenz und damit in der Folge auch die Anzahl der an COVID-erkrankten Menschen baldmöglichst stagniert und anschließend sinken wird."

JÜRGEN EISENBRAND E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Gunzenhausen