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Mittwoch, 11.12.2019

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Gunzenhausen: Weitere Hürde für Landesamt ist genommen

Um das Bauprojekt baurechtlich zu ermöglichen, wird ein Sondergebiet "Verwaltung" ausgewiesen. - 17.11.2019 07:32 Uhr

Das Haus Silo wird dem Neubau des Landesamts für Schule weichen. Dafür sind die Weichen bereits gestellt. Unser Bild zeigt die Südfassade des in die Jahre gekommenen Gebäudes. © Wolfgang Dressler


Gegen diesen Vorschlag der Verwaltung hatte der städtische Ausschuss für Bauangelegenheiten und Stadtentwicklung bei seinem jüngsten Treffen nichts einzuwenden. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz freute sich wie die übrigen Bauausschussmitglieder, dass es mit dem Vorhaben weiter vorangeht. Der vom Landschaftsplanungsbüro Ermisch & Partner aus Roth erstellte Bebauungsplavorentwurf wurde zustimmend zur Kenntnis genommen.

Für den Bau des Landesamts für Schule gibt es laut Fitz einen Architektenwettbewerb. Die von den Planern eingereichten Vorschläge sollen voraussichtlich im Mai vorgestellt werden. Danach fällt die Entscheidung, wie sich das Landesamt für Schule künftig präsentieren wird. "Es wird schon ein ordentliches Gebäude an der Stelle", verwies Stadtbaumeisterin Simone Teufel auf die Dimensionen des Projekts, das die Stadt nach ihren Worten noch über Jahre hinweg beschäftigen wird.

Wie mehrfach berichtet, wird in Gunzenhausen aufgrund der von Bayerischen Ministerrat beschlossenen Behördenverlagerung das Landesamt für Schule errichtet. Für die Fläche existierte bisher kein rechtskräftiger Bebauungsplan. Mit dem Vorentwurf des neuen Bebauungsplans werden die Grundzüge der Planung festgesetzt, auf deren Grundlage der Architektenwettbewerb durchgeführt wird. Erst nach Abschluss des Architektenentscheids wird der Bebauungsplan, gegebenenfalls durch weiter Festsetzungen ergänzt, in die Entwurfsphase gehen. Das Planungsgebiet an der Bahnhof-/Nürnberger Straße umfasst eine Fläche von knapp 6300 Quadratmeter.

Der schon seit Längerem leerstehende Gebäudekomplex "Silogelände" wird abgerissen, um Platz für den das neue Landesamt zu schaffen. Im neuen Bebauungsplan ist eine dreigeschossige Bauweise vorgesehen. Das Baugebiet wird in zwei Zonen mit unterschiedlichen Traufhöhen eingeteilt. Die Ecke an der Kreuzung Bahnhofstraße-Nürnberger Straße soll auch künftig ein städtebaulich markanter Punkt sein und kann durch ein höheres Gebäude betont werden. Deshalb ist hier eine maximale Traufhöhe von 21,5 Meter möglich. In der Randzone Richtung Bahnhof (Norden) und hin zum Ärztehaus (Osten) wird die höchstmögliche Traufhöhe mit Blick auf die benachbarten Häuser 17,5 Meter betragen.

Im Geltungsbereich des neuen Bebauungsplans wird wegen der Lage in der Innenstadt und in Anlehnung an die umgebende Bauweise eine sogenannte Blockrandbebauung festgesetzt. So bezeichnen Fachleute im Städtebau die Anordnung von mehreren Wohngebäuden um eine gemeinsam genutzte Freifläche. Die Gebäude werden in geschlossener Bauweise errichtet.

Vorgesehen ist der Bau einer Tiefgarage mit 55 Stellplätzen für Autos und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die Ein- und Ausfahrt soll über die Nürnberger Straße erfolgen. An der Bahnhofstraße – auch das müssen die Planer beachten – ist grundsätzlich nur eine Ausfahrt in Fahrtrichtung rechts möglich.

Erich Neidhardt E-Mail

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