Freitag, 15.11.2019

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Gunzenhäuser Kirchweih erfüllt die Erwartungen

Verantwortliche mit Kerwa 2019 zufrieden - großer Ansturm bei Prinzessinnentag - 16.09.2019 14:27 Uhr

Die erste Hälfte des Festes war voll in Ordnung, und danach drehte die Kerwa erst so richtig auf. Selten war der Festplatz an den Nachmittagen so gut gefüllt wie in diesem Jahr. © Foto: Christian Pohler


Es war ein Fest, das mit dunklen Regenwolken begann (die zum Glück kaum Niederschlag bewirkten) und mit einem klassischen Sommertag abschloss. Die Besucher kamen auf ihre Kosten und die Zeltbetreiber und Schausteller ebenso, so das Fazit von Wolfgang Eckerlein, dem zuständigen Mann im Rathaus.

"Wir sind jetzt genau da, wo wir hin wollten", sagt er grundsätzlich. Die Kerwa sei eine Veranstaltung für alle, für Familien, für Jung und Alt. Sie laufe rund, sei harmonisch, "viel können und wollen wir da nicht mehr drehen." Ein dickes Lob geht an die Vereine, die sich mächtig für den Festzug ins Zeug legten. Der Zug war etwas kleiner, aber nicht weniger schön als sonst. Das Motto "So ein Theater" sei gut gewählt gewesen. Auch die beteiligten Firmen hätten sich danach gerichtet, eine reine Werbepräsentation von Unternehmen wolle die Stadt nicht.

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Gut geklappt haben nach den Worten des Kirchweihorganisators auch die Sonderaktionen, an der Spitze der erste Prinzessinnentag. Der Ansturm war zeitweise so groß, dass eine Kraft vom Sicherheitsdienst herbei musste, um die Ordnung und schöne Fotos zu gewährleisten. Neu war auch der Rock-’n’-Roll-Abend im Regionalzelt. Dazu luden die Dancing Angels des FC Gunzenhausen ein. Die Resonanz war prima, 2020 wird es eine Neuauflage geben.

Eckerlein rühmt die allgemein wunderbar friedvolle Atmosphäre. Unangenehme Randerscheinungen wie etwa Raufereien blieben aus. Das Rote Kreuz hatte wenige Einsätze, es gab fünf Fahrten mit dem Sanitätswagen ins Krankenhaus und 40 "kleinere Geschichten", etwa Schürfwunden, wobei auch die Helfer beim Aufbau da eingeschlossen sind. Die Polizeipräsenz sei genau richtig gewesen – deutlich, aber nicht dominant. Der Sicherheitsdienst mit stichprobenartigen Taschenkontrollen vermeldete nur ein Vorkommnis, das aus dem Rahmen fiel: Ein Mann erschien, mit einem Hasenkostüm verkleidet, am Eingang. Es stellte sich heraus, dass er psychische Probleme hatte, er wurde von seinen Betreuern abgeholt.

Große Bierauswahl

Das Kirchweihbier der Spalter Brauerei ist etabliert – und natürlich Geschmackssache. Manche finden es bestens gelungen, andere zu hopfig. Doch die Kritiker sind nur eine ganz kleine Minderheit, und es gibt ja Alternativen, meint Eckerlein. Damit meint er, dass es drei "Bierstationen" gab: das Festzelt von Andreas Widmann, das Regionalzelt von Horst Gruber und die "Schwarzwaldschänke".

"Die Wirte können zufrieden sein", stellt Eckerlein fest, und er meint damit auch den Bierabsatz. Dieser werde sich auf einem ähnlichen Niveau wie 2018 bewegen, Zahlen liegen noch nicht vor. Die "Ladies Night" im Regionalzelt funktioniere, die "Störzelbacher" im Bierzelt seien ein Publikumsmagnet, hebt er zwei Beispiele heraus. Es stimme, dass die Woche über die Zelte längst nicht immer voll waren, der Dienstag und der Donnerstag seien schon immer eher schwach gewesen. Dabei sei doch am Dienstag mit der Bayern-3- Band eine qualitativ gute und bekannte Gruppe gekommen. Leider sei hier das potenzielle Publikum nicht so erreicht worden wie erhofft.

Die Schausteller – hier ist die Familie Zöllner zuständig – hatten ebenfalls eine gute Kirchweih 2019. Der erste Sonntag war bemerkenswert gut besucht, die Nachmittage waren allgemein lebhaft, und das Wetter spielte den Karussells und Ständen in die Karten. Wobei Wolfgang Eckerlein sogar froh ist, dass das Kirchweihwetter nicht ganz so hervorragend war wie 2018. Damals waren die Temperaturen im Grunde zu hoch.

Einen leicht besorgten Blick hat man im Rathaus stets auf die Festplatzanwohner. Sie haben einiges wegzustecken und zu erdulden. Es gingen keinerlei Lärmbeschwerden bei der Stadt oder Polizei ein. Die Musik aus den Zelten war abends über weite Strecken, bis nach "Worma" und zum Reutberg, sehr deutlich zu vernehmen. Das liegt an der modernen Beschallungstechnik in den Zelten, weiß Eckerlein. Fazit: Die Gunzenhäuser, auch die Nichtkirchweihgänger, trugen alles mit Fassung.

Näheres zur Kirchweih 2019 wird noch im Rathaus besprochen werden. Im Oktober wird dazu der städtische Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur (WTK) zusammentreten.

Weitere abschließende Berichte auf der dritten Seite dieses Lokalteils, noch mehr Bilder im Internet unter www.nordbayern.de/gunzenhausen

WOLFGANG DRESSLER

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