Klinikum übernimmt Betrieb

Gunzenhäuser Stadthalle wird zum Impfzentrum

7.12.2021, 18:22 Uhr
Volle Konzentration aufs Impfen: Das Tempo der Immunisierungen soll mit einem neuen Impfzentrum in Gunzenhausen steigen.

© Foto: Frank Rumpenhorst/dpa Volle Konzentration aufs Impfen: Das Tempo der Immunisierungen soll mit einem neuen Impfzentrum in Gunzenhausen steigen.

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Stadt Gunzenhausen wurde kurzfristig eine Impfstation in der Stadthalle in Gunzenhausen aufgebaut. Rund 780 Impfungen sind dort bis Ende des Jahres pro Woche möglich.

Die Nachfrage nach den Impfungen gegen das Coronavirus hat auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stark zugenommen, stellt das Landratsamt in einer Pressemitteilung fest. Neben dem Impfzentrum des Landkreises, wo derzeit über 1250 – und ab Mitte Dezember etwa 3000 – Impfungen in der Woche möglich sind, haben auch viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihre Kapazitäten sehr deutlich ausgebaut. Insbesondere Auffrischimpfungen werden sehr stark nachgefragt.

Die Staatsregierung hat insbesondere auch Klinikstandorte aufgefordert, die Impf-Anstrengungen zu unterstützen. Besonders wichtig sei es derzeit, die Auffrischimpfungen durchführen zu können, heißt es.

In Frickenfelden Erfahrungen gesammelt

Landrat Manuel Westphal habe daher das Klinikum Altmühlfranken gebeten, zu prüfen, ob kurzfristig ein zusätzliches Impfangebot geschaffen werden könne. Da das Klinikum bereits als Betreiber des ersten Impfzentrums in Frickenfelden Erfahrungen gesammelt und die personellen Kapazitäten hat, haben sich die Chefs dort entschieden, in der Stadthalle in Gunzenhausen eine eigene Impfstation aufzubauen.

"Wir wollen den Landkreis bei der Pandemiebewältigung bestmöglich unterstützen. Da wir überwiegend mit externem Personal arbeiten, das wir bereits im Impfzentrum Altmühlfranken eingesetzt hatten, wird der Betrieb an den beiden Klinikstandorten vom Betrieb der Impfstation nicht betroffen sein", erklärt Klinikvorstand Christoph Schneidewin.

 Ab Donnerstag wird in der Gunzenhäuser Stadthalle geimpft: Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz sowie Klinikvorstand Christoph Schneidewin (von links) freuen sich über das zusätzliche Impfangebot.

 Ab Donnerstag wird in der Gunzenhäuser Stadthalle geimpft: Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz sowie Klinikvorstand Christoph Schneidewin (von links) freuen sich über das zusätzliche Impfangebot. © Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, NN

Das Klinikum Altmühlfranken kann mit der gelieferten Impfstoffmenge bis zu 780 Personen pro Woche in der Stadthalle in Gunzenhausen impfen. Der Impfstoff wird vom Großhandel bezogen, die zusätzlichen Mengen werden sich nicht auf die Impfstofflieferung an Hausärzte oder an das Impfzentrum des Landkreises auswirken, heißt es. Westphal habe sich bereits an die Staatsregierung gewandt und darum gebeten, dass wieder deutlich mehr Impfstoff an die Impfzentren und die Arztpraxen ausgeliefert werden, um die hohe Nachfrage auch bedienen zu können.

Klinikum als regionaler Partner bewährt

"Das Klinikum Altmühlfranken hat sich wie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der Bewältigung der Corona-Pandemie als regionaler Partner bewährt", sagt Westphal. "Wir sind dem Klinikum sehr dankbar, dass es zusätzlich zu dem bereits bestehenden Angebot eine weitere Impfmöglichkeit in Gunzenhausen schafft. So können wir im gesamten Landkreis bis Ende des Jahres in der Woche über 5000 Personen impfen, soweit genügend Impfstoff dafür zur Verfügung steht. Wir werden die Situation dann Ende des Jahres gemeinsam erneut bewerten", kündigt der Landrat an.

Da im Klinikum in Gunzenhausen keine geeigneten Räumlichkeiten für die Impfstation zur Verfügung stehen, hat man sich gemeinsam mit dem Landratsamt an die Stadt Gunzenhausen gewandt, die die Stadthalle bis Ende des Jahres zur Verfügung stellt. Die bietet genug Platz, um in der Woche 780 Personen impfen zu können. Während möglicher Veranstaltungen oder Sitzungen wird die Stadthalle natürlich weiterhin zur Verfügung stehen.

"Gunzenhausen hat gerne unterstützt"

"Die Stadt Gunzenhausen hat gerne dabei unterstützt, eine geeignete Räumlichkeit für die Impfstation des Klinikums Altmühlfranken bereitzustellen", betont Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. "Uns ist es wichtig, dass im gesamten Landkreis genügend Impfangebote für die Bevölkerung geschaffen werden. Die zusätzliche Möglichkeit, die wir nun in Gunzenhausen haben, deckt den Bedarf weiter ab."

Am Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Dezember, wird von 15 bis 19 Uhr, am Samstag, 11. Dezember, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr der Impfstoff von Biontech verabreicht. Eine Terminvereinbarung ist dafür nicht notwendig. Es könne deshalb aber zu Wartezeiten kommen, heißt es aus dem Landratsamt.

Ab Montag, 13. Dezember, erfolgen die Impfungen in der Stadthalle nur noch mit Online-Terminvereinbarung über www.klinikum-altmuehlfranken.de.

Erst-, Zweit- oder Auffrischimpfung möglich

Im Landkreis stehen nun also kurzfristig bis Ende des Jahres verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, eine Erst-, Zweit- oder Auffrischimpfung zu bekommen: das Impfzentrum des Landkreises in Weißenburg, das auch Sonderimpfaktionen anbietet, die niedergelassenen Ärzte sowie die Impfstation des Klinikums Altmühlfranken in Gunzenhausen.

Es sei wichtig, dass nun kurzfristig mehr Angebote zur Verfügung stehen, um insbesondere auch die Personen zu impfen, die auf die Auffrischimpfung warten, heißt es weiter. Und Landrat Manuel Westphal betont: "Die Impfungen gegen das Coronavirus sind ein sehr wichtiger Baustein, um die vierte Pandemiewelle zu brechen. Das Angebot haben wir nun gemeinsam deutlich erweitert, sodass ich hoffe, dass wir nun genügend Impfmöglichkeiten für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stellen können, damit gerade auch die notwendigen Auffrischimpfungen deutlich schneller durchgeführt werden können."

Alle Impfmöglichkeiten im Landkreis sind unter www.landkreis-wug.de/impfzentrum zu finden. Immunisierungen am Impfzentrum des Landkreises in Weißenburg finden ausschließlich mit Termin statt; Vereinbarungen unter www.impfzentren.bayern oder telefonisch unter 089/244188110 (nur Personen ohne Internet-Zugang).

Verwandte Themen


1 Kommentar