Haus Silo: Vom Brauhaus zum Kindergarten

29.4.2017, 06:39 Uhr
Um das Jahr 1870 entstand diese Stadtansicht von Gunzenhausen. Der auf dem Bild zu sehende Rauch steigt aus der Malzfabrik Eidam, also dem heutigen Haus Silo, auf.
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Um das Jahr 1870 entstand diese Stadtansicht von Gunzenhausen. Der auf dem Bild zu sehende Rauch steigt aus der Malzfabrik Eidam, also dem heutigen Haus Silo, auf. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Stadtarchivar Werner Mühlhäuser mit einem Markgräflichen Schreiben zum Brauhaus Gunzenhausen, das auf Befehl des Margrafen Johann Friedrich 1671 erbaut wurde.
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Stadtarchivar Werner Mühlhäuser mit einem Markgräflichen Schreiben zum Brauhaus Gunzenhausen, das auf Befehl des Margrafen Johann Friedrich 1671 erbaut wurde. © Marianne Natalis

Ein beliebtes Motiv für Ansichtskarten war das nach dem Umbau zur 
Malzfabrik zinnengeschmückte Gebäude an der Nürnberger Straße, Ecke Bahnhofstraße. Die Karte stammt aus dem Jahr 1902.
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Ein beliebtes Motiv für Ansichtskarten war das nach dem Umbau zur Malzfabrik zinnengeschmückte Gebäude an der Nürnberger Straße, Ecke Bahnhofstraße. Die Karte stammt aus dem Jahr 1902. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Ein imposanter Anblick ist das Gebäude, in dem um 1910 Malz produziert wurde, auch von der stadtauswärts führenden Bahnhofsstraße aus.
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Ein imposanter Anblick ist das Gebäude, in dem um 1910 Malz produziert wurde, auch von der stadtauswärts führenden Bahnhofsstraße aus. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Schwarzweißaufnahme wie diese aus der Bahnhofsstraße wurden gerne 
nachkoloriert und als Postkarten hergenommen.
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Schwarzweißaufnahme wie diese aus der Bahnhofsstraße wurden gerne nachkoloriert und als Postkarten hergenommen. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Wie mächtig das Haus Silo aus der Kulisse der Stadt herausragt zeigt dieses Bild, das um 1915 vom Blasturm aus entstand. Noch ist darin die Malzfabrik untergebracht, wovon auch der große Schornstein zeugt.
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Wie mächtig das Haus Silo aus der Kulisse der Stadt herausragt zeigt dieses Bild, das um 1915 vom Blasturm aus entstand. Noch ist darin die Malzfabrik untergebracht, wovon auch der große Schornstein zeugt. © Stadtarchiv Gunzenhausen

1901 wurde die Eidamsche Malzfabrik aufwändig umgebaut. Die Pläne eines Freisinger Architekten sind im Stadtarchive Gunzenhausen erhalten.
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1901 wurde die Eidamsche Malzfabrik aufwändig umgebaut. Die Pläne eines Freisinger Architekten sind im Stadtarchive Gunzenhausen erhalten. © Marianne Natalis

1901 wurde die Eidamsche Malzfabrik aufwändig umgebaut. Die Pläne eines Freisinger Architekten sind im Stadtarchive Gunzenhausen erhalten.
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1901 wurde die Eidamsche Malzfabrik aufwändig umgebaut. Die Pläne eines Freisinger Architekten sind im Stadtarchive Gunzenhausen erhalten. © Marianne Natalis

Schon zu Markgrafens Zeiten wurde die Bürokratie großgeschrieben. In diesem Akt ist der Schriftverkehr zum markgräflichen Brauhaus gesammelt.
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Schon zu Markgrafens Zeiten wurde die Bürokratie großgeschrieben. In diesem Akt ist der Schriftverkehr zum markgräflichen Brauhaus gesammelt. © Marianne Natalis

Nicht nur aus der Margrafen-Zeit ist der Schriftwechsel zum Brauhaus erhalten, auch die Korrespondenz aus späteren Zeiten findet sich noch im Stadtarchiv, wie etwa dieser Brief aus dem Jahr 1917 von Willy Eidam an den Stadtmagistrat, in dem es um den Bau einer Wasserleitung geht.
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Nicht nur aus der Margrafen-Zeit ist der Schriftwechsel zum Brauhaus erhalten, auch die Korrespondenz aus späteren Zeiten findet sich noch im Stadtarchiv, wie etwa dieser Brief aus dem Jahr 1917 von Willy Eidam an den Stadtmagistrat, in dem es um den Bau einer Wasserleitung geht. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Zwei Jahre lang wurde von 1922 an im früheren markgräflichen Brauhaus Schokolade produziert. Die Friedenslinde im Vordergrund wurde anlässlich des Endes des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 gepflanzt und war Namensgeberin für das gegenüber liegende Gasthaus
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Zwei Jahre lang wurde von 1922 an im früheren markgräflichen Brauhaus Schokolade produziert. Die Friedenslinde im Vordergrund wurde anlässlich des Endes des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 gepflanzt und war Namensgeberin für das gegenüber liegende Gasthaus "Zur Linde", heute Arnold. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Mitte der 1920er Jahre zog in die ehemalige Malzfabrik der Kindergarten des Gemeinschaftsverbands Diakonissenmutterhaus Hensoltshöhe ein. Das Haus war nun nach der Stadt Silo benannt, die lange vor Jerusalem die Hauptstadt der 
Israeliten war.
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Mitte der 1920er Jahre zog in die ehemalige Malzfabrik der Kindergarten des Gemeinschaftsverbands Diakonissenmutterhaus Hensoltshöhe ein. Das Haus war nun nach der Stadt Silo benannt, die lange vor Jerusalem die Hauptstadt der Israeliten war. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Im Jahr 1930 entstand dieses Foto vom Blasturm aus. Anstelle der Zinnen hat der Mittelbau ein Dach erhalt, das Haus gehört inzwischen dem Gemeinschaftsverband Mutterhaus Hensoltshöhe und beherbergt unter anderem einen Kindergarten und ein Kindergärtnerinnen-Seminar.
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Im Jahr 1930 entstand dieses Foto vom Blasturm aus. Anstelle der Zinnen hat der Mittelbau ein Dach erhalt, das Haus gehört inzwischen dem Gemeinschaftsverband Mutterhaus Hensoltshöhe und beherbergt unter anderem einen Kindergarten und ein Kindergärtnerinnen-Seminar. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Nicht nur das Haus Silo muss dem Neubau des Landesamts für Schule weichen. Auch das Gebäude im Vordergrund, in dem frühere ein jüdisches Bankhaus untergebracht war.
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Nicht nur das Haus Silo muss dem Neubau des Landesamts für Schule weichen. Auch das Gebäude im Vordergrund, in dem frühere ein jüdisches Bankhaus untergebracht war. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Bewegung an der frischen Luft tut gut, das wussten die Kindergärtnerinnen auch schon Anfang der 1930er Jahre. Die Kinder hätten wahrscheinlich lieber mit der tollen Lokomotive gespielt oder im Sandkasten gebuddelt, anstatt Kniebeugen zu machen.
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Bewegung an der frischen Luft tut gut, das wussten die Kindergärtnerinnen auch schon Anfang der 1930er Jahre. Die Kinder hätten wahrscheinlich lieber mit der tollen Lokomotive gespielt oder im Sandkasten gebuddelt, anstatt Kniebeugen zu machen. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Ein beliebtes Motiv für Ansichtskarten war das nach dem Umbau zur 
Malzfabrik zinnengeschmückte Gebäude an der Nürnberger Straße, Ecke Bahnhofstraße. Die Karte stammt aus dem Jahr 1902.
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Ein beliebtes Motiv für Ansichtskarten war das nach dem Umbau zur Malzfabrik zinnengeschmückte Gebäude an der Nürnberger Straße, Ecke Bahnhofstraße. Die Karte stammt aus dem Jahr 1902. © Stadtarchiv Gunzenhausen

Ein vertrauter Anblick: Das Haus Silo in Gunzenhausen. Derzeit steht es leer, bald wird es wohl abgerissen werden.
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Ein vertrauter Anblick: Das Haus Silo in Gunzenhausen. Derzeit steht es leer, bald wird es wohl abgerissen werden. © Wolfgang Dressler