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Hecke sorgt in Ornbau für Diskussionen

Stadtrat einigt sich nach einer längeren Diskussion auf einen Kompromiss - 11.08.2019 17:50 Uhr

Eine gerade Linie bildet die Hecke an den Ornbauer Stadtmauergärten nicht. Daran stören sich einige Mitmenschen, was bei einer Diskussion im Stadtrat deutlich wurde. Doch schließlich einigten sich die Mitglieder des Stadtparlaments auf einen Kompromiss. © Axel Mai


Die Nutzer dieser Gärten an der Stadtmauer zahlen keine Pacht, sollen dafür aber die Gartenpflege übernehmen und die Hecke Richtung Weg und Altmühl schneiden. Das tun manche sehr gewissenhaft, andere nehmen es nicht so genau. Im Stadtrat wurde nun darüber diskutiert, ob der Bauhof künftig deren Pflege übernehmen und die Stadt die entstehenden Kosten dafür als Pacht auf die Nutzer umlegen sollte.

Doch die Meinungen in dieser Sache gingen weit auseinander. Die einen plädierten für ein einheitliches, "gutes Bild" an der "Schokoladenseite der Stadt". Sie sahen in der Pachterhebung auch den Vorteil, dass dadurch festgestellt werden kann, wer den Garten überhaupt noch will oder nutzt.

Die anderen störte es nicht, wenn die Hecke mal ein bisschen höher oder niedriger ist. Dies sei für die Umwelt nicht schlecht, und außerdem sei bei einer Pacht, die Bürgermeister Heinz Baum auf etwa 20 Euro im Jahr schätzte, der Verwaltungsaufwand wohl höher als die Einnahmen.

Gefunden wurde nach längerer Diskussion schließlich ein Kompromiss: Die Gartennutzer sollen informiert werden, dass sie mindestens einmal pro Jahr die Hecke auf eine Höhe von 1,80 bis 2,10 Meter zurückschneiden müssen. Nach einem Jahr wird überprüft, ob das klappt. Wenn nicht, wird neu nachgedacht.

Was tun mit den archäologischen Funden, die bei der Altstadtsanierung zutage gekommen waren? Hunderte von ihnen gehören der Stadt, liegen derzeit aber beim Landesamt für Denkmalpflege. Ornbau könnte sie behalten, müsste dann aber für eine fachgerechte Lagerung und Archivierung sorgen. Eine andere Möglichkeit wäre es, sie der archäologischen Staatssammlung zu übergeben. Wichtige Stücke würden dann als Dauerleihgabe für die geplanten Ausstellungsräume in der Altstadt 7 zurückübertagen.

Die Stadträte wollten das aber nicht auf die Schnelle entscheiden. Zunächst einmal wollen sie sehen, um welche Fundstücke es sich überhaupt handelt. Dafür gibt es eine Liste. Erst dann soll ein Beschluss fallen. 

Petra Mai E-Mail

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