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Mit dem "Küken" auf dem aufsteigenden Ast

Tischtennis: Landesligist Wolframs-Eschenbach hofft nach Sieg über Ochsenfurt weiter auf den Klassenerhalt - 19.02.2019 06:50 Uhr

Zum ersten Mal spielte der 16-jährige Benedikt König für die Eschenbacher Landesligamannschaft auf Position zwei – und trug seinen Teil zum Sieg über Ochsenfurt bei. © Foto: Mathias Hochreuther


Markus Seitz schaute ungläubig drein. "Was, schon zu Ende?", fragte der Spitzenspieler der Wolframs-Eschenbacher, nachdem Markus Holzinger und Benedikt König ihre beiden Einzel gewonnen und nach knapp zweieinhalb Stunden den 9:3-Heimsieg der SpVgg/DJK gegen den TV 1862 Ochsenfurt perfekt gemacht hatten. Helmut Frey, Seitz’ Mannschaftskollege, Doppelpartner und zugleich Tischtennis-Abteilungsleiter in Wolframs-Eschenbach, gab gut gelaunt die trockene Antwort: "Ja, Markus, wir spielen auch heute wie immer bis neun."

Eine Szenerie, die schön beschreibt, dass der Erfolg gegen die Unterfranken auch für den Sieger selbst etwas überraschend kam, zumal in dieser Höhe. Es war aber auch ein Erfolg, den die unverändert auf dem Abstiegsrelegationsplatz stehenden Eschenbacher gebraucht haben.

In der Rückrunde Kurve gekriegt

Mit nur zwei Siegen aus zehn Spielen war die ranghöchste Tischtennis-Männermannschaft aus dem Verbreitungsgebiet des Altmühl-Boten in die Winterpause gegangen, Abstiegskampf war in der neuen Spielklasse nach der Spielklassenreform im bayerischen Tischtennis angesagt. Doch in der Rückrunde läuft es besser für Helmut Frey und Co. Zwar setzte es zunächst eine Niederlage gegen die auf Platz zwei geführte zweite Mannschaft des Verbandsoberligisten TTC Kist, doch mit zwei Erfolgen über die Kellerkinder TG Würzburg und Ochsenfurt II brachte sich Wolframs-Eschenbach in eine günstigere Ausgangslage. "Das waren die Pflichtsiege, jetzt müssten wir auch mal gegen eine Mannschaft aus dem oberen Drittel zuschlagen", forderte Frey vor der Partie gegen die erste Mannschaft aus Ochsenfurt.

Gesagt, getan, wobei den Eschenbachern auch in die Karten spielte, dass Ochsenfurt II zeitgleich im Einsatz war und deshalb die erste Garnitur die Reise nach Mittelfranken auf den hinteren Positionen nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Auch die Gastgeber mussten aber auf ihren zweiten Spitzenspieler verzichten, Sebastian Riedmüller fällt derzeit wegen Knieproblemen aus.

Und so rückte gegen Ochsenfurt das "Küken" der Mannschaft, der 16-jährige Benedikt König, erstmals auf die Position zwei hinter Markus Seitz. Im Doppel mit Markus Holzinger konnte König seinen ersten Sieg an diesem Tag verbuchen, bekam von Ochsenfurts Nummer eins, Lukas Grötsch (Frey: "Einer der besten Spieler der Liga"), beim 0:3 (1:11, 7:11, 6:11) aber deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Schnell lernfähig

Eschenbacher „Rechenkünstler“: Markus Seitz (rechts) und Helmut Frey. © Foto: Mathias Hochreuther


Gegen die Nummer zwei der Unterfranken, Andreas Krischke, zeigte der junge Eschenbacher aber eine bemerkenswerte Lernfähigkeit. Den ersten Satz verlor König noch mit 9:11, glich aber mit dem gleichen Ergebnis im zweiten Durchgang aus. Und im dritten Satz führte König bereits mit 7:3, bekam dann aber das "Flattern" und gab den Satz auch wegen zweier Fehler bei eigenen Angaben noch mit 9:11 ab. Helmut Frey grummelte fluchend vor sich hin, fand aber seine gute Laune wenig später wieder. Denn die beiden folgenden Sätze gingen mit 11:6 und 11:8 an König, der damit Krischke mit 3:2 besiegte. Da am Nebentisch auch Markus Holzinger gegen Jonas Kosch gewann (3:0), war die Partie bereits vor den letzten Einzeln von Frey, Lukas Reindler und Alexander Zoubek sowie dem Entscheidungsdoppel beendet.

Der 16-jährige Benedikt König strahlte und nahm die Glückwünsche seiner Mannschaftskollegen entgegen, während ein verdutzter Markus Seitz auf dem Spielberichtsbogen vorsichtshalber noch einmal nachrechnete . . .

MATHIAS HOCHREUTHER E-Mail

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