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Neue Spielgeräte für Hundestrand am Altmühlsee

Schon viele Pfotenabdrücke hinterlassen - 11.08.2014 20:00 Uhr

Sie sieht im neuen Hundestrand eine echte touristische Bereicherung des Seenlandes: Bianca Bauer, die immer wieder Hotelgäste dorthin schickt, ist mit ihren beiden Hunden „Molly“ (unten) und „Farih“ auch selbst regelmäßiger Nutzer der Einrichtung. © Jürgen Eisenbrand


Weil es aber dort in Wassernähe bisweilen arg eng wurde, sann er auf Abhilfe – und fand die Lösung: einen Hunde-Spielplatz, der seit wenigen Tagen das 3000-Quadratmeter-Gelände bereichert.

Acht Spielgeräte hat Lugers Sohn Christoph dafür – mit Unterstützung der Pfofelder Schreinerei Reinwald – gezimmert: unter anderem eine Wippe, eine Hängebrücke, ein Kletterdach und eine liegende Leiter. „Wir haben uns dafür einen Hundeplatz als Vorbild genommen, auf dem zum Beispiel auch Polizeihunde trainiert werden“, sagt Luger, „und haben die Maße der Geräte dort exakt übernommen.“ In mehr als 30 Stunden Arbeit entstanden dann aus witterungsbeständigen Hölzern wie Lärche und Teak die Bauwerke für den „Agility Park“ (Bewegungspark), etwa 4200 Euro hat Luger dafür aus eigener Tasche spendiert.

Dafür erntete er bei der offiziellen Vorstellung des Projekts nicht nur den Dank von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz („So ein Engagement würden wir uns öfter wünschen“), sondern auch viel Lob von anderen Hundefreunden. Die vielen, vielen Pfotenabdrücke auf den Spielgeräten zeugen zudem davon, dass auch die eigentliche Zielgruppe, die Vierbeiner nämlich, das neue Angebot an „ihrem“ Strand gerne annehmen.

Auf etwa 500 Quadratmetern tummeln sich im Schatten großer Laubbäume gleich mehrere Hunde, die die Herausforderung der Holz-Hindernisse gerne annehmen. Streitereien unter den Tieren gebe es so gut wie gar nicht, beteuern Luger und die Gunzenhäuser Hotelchefin Bianca Bauer: „Die rangeln höchstens mal ganz kurz ihren Platz in der Hierarchie aus – und dann spielen sie wunderbar miteinander.“
Die Geschäftsführerin des Hotels „Blauer Wolf“ weiß, wovon sie spricht, denn auch sie ist mit ihrem Rhodesian Ridgeback „Farih“ und ihrem Labrador-Mischling „Molly“ regelmäßig am Hundestrand unterwegs. Und sie schickt auch immer wieder Gäste, die ihren Vierbeiner dabei haben, dorthin: „Ich bekomme nur positive Rückmeldungen, die Leute sind begeistert von diesem Angebot.“

Das weiß auch Daniel Burmann, der Geschäftsleiter des Zweckverbands Altmühlsee, der den Hundestrand sogar als echtes touristisches Pfund betrachtet, mit dem Gunzenhausen wuchern könne: „Die Leute kommen aus bis zu 70 Kilometer Entfernung zu uns, und immer mehr Urlauber entscheiden sich bewusst für Ferien bei uns, weil wir ihnen dieses Angebot machen können.“ Derzeit wisse er von rund 50 Fällen, in denen das so sei.

In Zukunft könnte das Fränkische Seenland für Hundehalter vielleicht sogar noch attraktiver werden, hat Bürgermeister Fitz doch schon Ideen für einen weiteren Hundespielplatz im Hinterkopf: „Der Bedarf dafür ist ja ganz offensichtlich da“, sagt der Rathaus-Chef. „Deswegen habe ich schon überlegt, ob so etwas nicht auch am Brombachsee sehr sinnvoll wäre.“ Wenn es dort tatsächlich ein geeignetes Gelände gäbe, fehlte eigentlich nur noch eines: ein Sponsor, der es dem Juwelier und Hundefreund Thomas Luger gleichtut. 

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