Pfofelds Bürgermeister zu Center Parcs: "Ich werde mich nicht verbiegen lassen"

31.3.2021, 06:02 Uhr
In der Gemeinde Pfofeld wird im Mai über das Center-Parcs-Projekt abgestimmt.

In der Gemeinde Pfofeld wird im Mai über das Center-Parcs-Projekt abgestimmt. © Reinhard Krüger

In seinen sehr persönlichen Worten ermahnt Huber sowohl Gegner als auch Befürworter des Projekts, nicht aus den Augen zu verlieren, dass man auch nach der Entscheidung noch zusammenleben werde. Er appellierte um "Mäßigung" und forderte Toleranz und "gegenseitige Achtung" ein. Die hat er zuletzt bei so manchem Leserbriefschreiber vermisst.


Termin für Abstimmung zu Center Parcs steht fest


Aus dem Herzen gesprochen hat dem Bürgermeister dagegen die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß, die in einem Leserbrief einen respektvollen Umgang miteinander gefordert hatte. Zudem hatte die Sozialdemokratin versichert, wie Huber in der Sitzung zitierte, dass die Politiker im Falle des Zustandekommens des Projekts darauf achten würden, dass die vielen Forderungen zu CO2-Neutralität, Umweltverträglichkeit, sozialen Aspekten oder der Einbindung regionaler Handwerker "tatsächlich auch umgesetzt werden".

Verantwortung für eine lebenswerte Region

"Nicht bestechlich": Rathauschef Reinhold Huber. © Foto: privat

Huber sprach von der Verantwortung für eine lebenswerte Region. "Pures Verhindern" sei dagegen nicht der Grund, warum er Bürgermeister geworden sei. Und er erinnerte daran, dass ja jeder andere 2019 genauso die Möglichkeit gehabt hätte, sich zur Wahl zu stellen.

Er verwahrte sich gegen Unterstellungen, dass der Gemeinderat das Wohl der Bürger und die Zukunft der Kinder außer Acht lasse. Wichtig war Huber auch klarzustellen, dass er kein Parteimitglied sei. Er habe 57 Jahre lang gearbeitet. "Ich habe mich in dieser Zeit nicht verbiegen lassen und werde mich auch nicht verbiegen lassen!" rief er allen Kritikern zu.

Ebenso wies er Behauptungen, er sei bestechlich, zurück. Er bevorzuge niemanden, es gebe keine Gefälligkeiten gegenüber Einzelnen und "ich achte die Gesetze". Am Ende seiner Amtszeit wolle er noch in den Spiegel sehen können, so Huber, und versicherte: "Ich will das Beste für die Gemeinde erreichen".

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