Mittwoch, 20.11.2019

|

Tough Mudder: Schlammpackungen statt Blumen

Eine Woche nach der Landesgartenschau stand Wassertrüdingen im Zeichen des ganz speziellen Events - 16.09.2019 06:17 Uhr

Der Start und Zielbereich war auf der Wiese gegenüber der Kläranlage mit den beiden Hindernissen „Everest“ und „Mudderhorn“ und gut einsehbar vom Hochwasserdeich. Weitere Bilder unter www.nordbayern.de/gunzenhausen. © Peter Tippl


Zum sechsten Mal wurde dieser vor gut zehn Jahren in Amerika initiierte Hindernislauf in Wassertrüdingen und angrenzenden Oettinger Forst für den gesamten
süddeutschen Raum und das benachbarte europäische Ausland ausgetragen.

Und jedes Jahr überlegen sich die Organisatoren neue Herausforderungen. Von den 25 aufgebauten Hindernissen waren in diesem Jahr zehn neue Hürden dabei, darunter der Kletterturm "Mudderhorn" oder das "Overtired" mit einer mit Reifen verkleideten Holzwand, beide im Start und Zielbereich und damit auch für Zuschauer vom Hochwasserdeich gut einsehbar. Start und Ziel befand sich in diesem Jahr auf der Wiese zwischen dem Wörnitzpark und Kläranlage, was sich laut Laura Piehl vom Organisationsteam als optimal herausgestellt habe. Zahlreiche Sponsoren hatten im "Mudder Village" für Aktionen und Unterhaltungsprogramm gesorgt.

An Anziehungskraft gewonnen

An Anziehungskraft hat diese Veranstaltung weiter gewonnen. Wurden vor fünf Jahren noch rund 5000 Teilnehmer registriert, entpuppte sich die zentrale Lage Wassertrüdingens für den süddeutschen Raum schnell. Am Samstag gingen bei beiden Rundkursen von 16 und fünf Kilometern rund 8000 Teilnehmer an den Start, am gestrigen Sonntag noch einmal etwa 5000 Teilnehmer. Damit war die Parkplatzkapazität auf den Wiesen auch ausgereizt. Die ersten Starter standen am Samstag bereits um 6.10 Uhr vor dem Einlass, die ersten "Finisher" wurden kurz vor 10 Uhr empfangen. Die Rettungskräfte mussten laut Veranstalter die üblichen Verletzungen behandeln, der am Gelände bereitgestellte Rettungswagen hatte einige Einsätze.

So manches Hindernis hatte auch Tücken, die sich nur mit Hilfe weiterer Teilnehmer lösen ließen. © Peter Tippl


Eingeschworen werden die Teilnehmer mit durchdringender Musik und klaren Ansagen, dass keiner auf der Strecke im Stich gelassen wird und jeder jedem helfen müsse. Bei Hindernissen wie "Block Ness Monster", einer im Wasser drehenden kantigen Rolle auf der Wiese vor dem Forsthaus Linkersbaindt, war die Unterstützung auch notwendig. Wasser und Schlamm waren die dominierenden Faktoren, rund 1000 Kubikmeter Wasser hat nach seiner Schätzung ein Landwirt aus dem Stadtgebiet mit seinem Fass zu den Hindernissen gebracht.

Die problemlose Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften, mit der Stadt Wassertrüdingen und dem Fürstlichen Haus in Oettingen lässt laut dem Organisationsteam auch für das kommende Jahr mit einer Neuauflage von "Tough Mudder" für den gleichen Zeitraum erwarten.

PETER TIPPL E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Wassertrüdingen