Donnerstag, 09.04.2020

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Tretbootfahren am Brombachsee wird teurer

Der Zweckverband erhöht die Gebühren beim Bootsverleih deutlich - 12.01.2020 07:03 Uhr

Tretbootfahren gehört zum Freizeitangebot am Kleinen und Großen Brombachsee sowie am Igelsbachsee, wo unser Bild entstand, dazu. Der Zweckverband will weiterhin „gutes Material“ zur Verfügung stellen und verlangt dafür höhere Gebühren als bisher. © Wolfgang Dressler


Beim Bootsverleih arbeitet der Zweckverband eng mit den an den Seen vertretenen Gastronomen zusammen. Sie übernehmen den eigentlichen Verleihservice und erhalten dafür eine Umsatzbeteiligung. Bei gutem Wetter ist ein Mitarbeiter direkt am See präsent, bei mäßigem Wetter müssen die Interessenten sich an die Gastronomiebetriebe wenden. Das funktioniert gut, ist eingespielt und soll so bleiben, sagte ZVB-Geschäftsleiter Dieter Hofer.

Der Zweckverband wolle auf diesem Gebiet mittelfristig eine schwarze Null erzielen, also die Ausgaben hereinbekommen. Mit den bisherigen Gebühren sei man ins Minus gerutscht. Es gehe darum, die Erwartung der Gäste zu erfüllen, solche Sportgeräte nutzen zu können

1000 Stunden vermieten

Wie die Verbandsräte hörten, müsste der ZVB bei der Neuanschaffung eines Tretbootes dieses etwa 1000 Stunden vermieten, um die Investitionskosten zu refinanzieren. Und es kämen ja noch Unterhalt, Reparaturen, Wartung und Instandhaltung der Steganlagen hinzu, gab Hofer zu bedenken.

Der Geschäftsleiter hatte sich bei anderen Bootsverleihern an Seen in der Region umgeschaut, auch in Nürnberg, und kam zu dem Schluss, dass im Brombachsee-Gebiet durchaus höhere Gebühren verlangt werden können, die aber im vertretbaren Rahmen bleiben müssen. Die neuen Preise sollen dann aber auch für fünf oder sechs Jahre gelten.

Folgende Preise gelten ab der nächsten Saison (jeweils für eine Stunde): Ruderboot 10 Euro, Tretboot 12 Euro, Pedelec-Tretboot 18 Euro. Die alten Gebühren betrugen 5, 7 beziehungsweise 12 Euro. Wer eine Gästekarte oder einen Ferienpass vorweisen kann, kommt in den Genuss einer Vergünstigung.

Bisher bot der Zweckverband auch eine halbstündige Vermietung an. Dafür gibt es aber so gut wie keine Nachfrage, dieser Service wird eingestellt. Anders sieht es am Hahnenkammsee aus, dort wird auch gerne für eine halbe Stunde gebucht.

Zweckverbandsvorsitzender Gerhard Wägemann sagte nach dem Bericht des Geschäftsleiters: "Wir müssen gutes Bootsmaterial zur Verfügung stellen. Das tun wir auch künftig." Bürgermeister Udo Weingart aus Spalt merkte an, das Ausleihen eines Tretboots koste am Wöhrder See in Nürnberg 19 Euro.

Beim Verleih von Kajaks und Kanus hält sich der ZVB zurück, das übernehmen private Anbieter.

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