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Vorschläge für Gunzenhäuser Bahnhof gesucht

Die Stadt Gunzenhausen hat nun einen Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben - 21.04.2021 06:03 Uhr

Wie kann der Gunzenhäuser Bahnhof in ein Mobilitätszentrum umgewandelt werden? Dazu sucht die Stadt nun im Rahmen eines Wettbewerbs die besten Vorschläge.

20.04.2021 © Foto: Wolfgang Dressler


Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde vor über 155 Jahren eingeweiht und zählt zu den ältesten Bahnhofsgebäuden in Deutschland. Es wurde ursprünglich für die König-Ludwig-Nord-Süd-Bahn, und damit für die älteste bayerische Bahnlinie, errichtet.

Nun sucht die Stadt laut Ausschreibung ein "modernes funktionales und zeitgemäßes Konzept" für das historische Gebäude, das seit 2017 in ihrem Besitz ist. Das dreigeschossige Haus mit beidseitigen zweigeschossigen Anbauten ist in keinem guten Zustand und hat großen Sanierungsbedarf.

Leider nicht mehr erhalten ist die ursprüngliche Arkadenhalle an der Front des Gebäudes. Sie musste schon vor vielen Jahrzehnten einer Schalterhalle aus Glas mit Flachdach weichen. Und eben diese Schalterhalle, in der man vor langer Zeit einmal seine Tickets kaufen und sein Gepäck aufgeben konnte, möchte die Stadt in ein Mobilitätszentrum umwandeln.

Zentrale Anlaufstelle für Mobilität

Dort sollten den Einheimischen und den Reisenden sämtliche Dienstleistungen rund um das Thema Mobilität angeboten werden. Die Ideen reichen hier von einem Stadtbusbüro über eine Anlaufstelle für Touristen und – selbstverständlich – eine Bahnhofsbuchhandlung bis hin zu Carsharing und Fahrradverleih. Der Phantasie der Planer sind hier keine Grenzen gesetzt.

Das Obergeschoss kann gewerblich genutzt werden, es sind aber auch Wohnungen denkbar. Der Außenbereich soll ebenfalls aufgewertet werden, hier denkt die Stadt an zusätzliche Park-and-ride-Plätze, Lademöglichkeiten für E-Autos und Fahrradabstellplätze.

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2015: 150. Geburtstag des Bahnhof Gunzenhausen

Ein nicht alltäglicher Geburtstag ist in Gunzenhausen gefeiert worden. Zum 150-jährigen Bestehen des Bahnhofsgebäudes richtete die Stadt zusammen mit der Kulturmacherei ein großes Fest aus, bei dem Groß und Klein auf seine Kosten kam.


Explizit wird in den Unterlagen zur Ausschreibung darauf hingewiesen, dass sich die künftigen Planer nicht nur mit der Stadt als Inhaber des Gebäudes, sondern auch mit der Deutschen Bahn und dem Denkmalschutz absprechen müssen. Es müsse daher mit einer längeren Planungs- und Bauzeit gerechnet werden. Baubeginn soll 2023 sein, das Projekt sollte dann innerhalb zweier Jahre fertiggestellt werden.

Interessierte Architekten haben nun bis Mittwoch, 26. Mai, Zeit, ihren Teilnahmeantrag samt Unterlagen abzugeben. Die Bewerbungsfrist endet um 14 Uhr. Mindestens drei und maximal fünf Architekten werden dann zu sogenannten Verhandlungsgesprächen eingeladen, erläutert Stadtbaumeisterin Simone Teufel das weitere Verfahren.

man

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