3G in den Öffentlichen

Wie ist es um die Kontrollen im Gunzenhäuser Stadtbus bestellt?

29.11.2021, 16:34 Uhr
Wie immer verkehrt der Stadtbus in Gunzenhausen. Neu ist, dass jetzt die 3G-Regel gilt - und auch kontrolliert wird.

 

Wie immer verkehrt der Stadtbus in Gunzenhausen. Neu ist, dass jetzt die 3G-Regel gilt - und auch kontrolliert wird.   © Simon Kirsch, NN

Die Fahrt beginnt an der Bushaltestelle am Steingass. Es warten zwei Frauen auf den Bus und diskutieren über die Infektionen und Impfungen einiger Fußballspieler aus der bayerischen Landeshauptstadt. Kurz bevor das ersehnte Transportmittel eintrifft, stößt ein Mann dazu und die Gruppe steigt in den sonst fast leeren Stadtbus ein. Beim Kauf des Bustickets geht alles seinen gewohnten Gang. Die Erwartungshaltung der Zusteigenden, dass zumindest ein Nebensatz auf die Nachweispflicht kommt, wird in dieser Hinsicht enttäuscht.

Nahezu geräuschlos

Alle Fahrgäste haben ihre Masken auf und sind mit gewissen Abständen auf ihren Sitzen verteilt. Die Fahrt über den Bahnhof Richtung Frickenfelden und zurück verläuft nahezu geräuschlos. Einzig die Ansage der nächsten Bushaltestelle unterbricht die Stille.

Am Bahnhof wechselt der Busfahrer und die Fahrt führt über das Altersheim und zum Krankenhaus. Dazwischen steigen an der Grundschule Süd ein paar Kinder ein und beleben den Bus. Mit Hilfe des Busfahrers und eines Fahrgastes versucht ein Junge, sein Ticket abzustempeln, was auch gelingt. Die einstündige Rundfahrt im Stadtbus endet bei der Starthaltestelle. Die stichprobenartigen Kontrollen sind nicht erfolgt, jedoch war das auch nur ein kleiner Einblick im alltäglichen Geschäft des Stadtbusses.

Die Pendler nicht überlasten

Christian Reichenthaler vom Stadtbus-Büro sagt dazu: „Die Pendler sollen nicht überbelastet werden.“ In den Stoßzeiten sei es nicht möglich, den großen Andrang an Pendlern und Schülern zu kontrollieren. Darüber hinaus werden die Pendler wahrscheinlich in den weiterführenden Zügen der Deutschen Bahn geprüft, und die Schüler müssen sich fast täglich für die Schule testen lassen. Die stichprobenartigen Kontrollen seien somit in den Zwischenzeiten zu erwarten.


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Allzu häufig könnten die Kontrollen nicht durchgeführt werden, weil dafür kein Personal bereitstehe, sagt Reichenthaler. „Wir von den Stadtwerken müssen selbst die Kontrollen durchführen und das wird schwierig.“

Die Busfahrer als Kontrolleure seien zudem auch keine Option, da sich die Fahrer auf ihre Aufgaben, besonders auf den Verkehr, konzentrieren müssten. Hinzu kommt, dass bei Verstößen keine Handlungsbefugnis vorhanden ist. Im Gespräch mit der Polizei bekam Reichenthaler auch zu hören, dass für tägliche Kontrollen kein Personal zur Verfügung stehe. Bisher gab es keine Verstöße.

Beim Rufbus verhält es sich etwas anders. Es ist eine permanente Kontrolle zu erwarten, denn auch dieser Service der Stadtwerke zählt zum ÖPNV, damit gilt auch hier die 3G-Regel. Die Fahrer kontrollieren sofort und es zählt kein Heimtest, sondern es muss ein Nachweis von einer Teststation sein.